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Bundesverband: Gaspreise werden zum Jahreswechsel steigen

Die Gaspreise werden zum Jahreswechsel erneut steigen. Die seit Frühjahr deutlich anziehenden Ölpreise machten eine Anpassung in den nächsten Wochen notwendig, teilte der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) am Freitag in Berlin mit.

dpa-afx BERLIN. Die Gaspreise werden zum Jahreswechsel erneut steigen. Die seit Frühjahr deutlich anziehenden Ölpreise machten eine Anpassung in den nächsten Wochen notwendig, teilte der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) am Freitag in Berlin mit.

Die so genannte Ölpreisbindung koppele den Gaspreis zeitverzögert an den Ölpreis. Eine Reihe von Versorgungsunternehmen werde ihre Preise in den nächsten Monaten anpassen. Die Steigerungsraten lägen jedoch nach bisherigen Informationen unter denen beim leichten Heizöl.

Eon Ruhrgas Hebt Preise AN

Das zum Düsseldorfer Energiekonzern Eon zählende Ferngasunternehmen Ruhrgas werde die Großhandelspreise für Gas um mindestens zwölf Prozent anheben, bestätigte ein Sprecher einen Bericht der "Berliner Zeitung" (Freitag). "Über die Höhe der Endverbraucherpreise, die sich ebenfalls nicht von der allgemeinen Energiepreisentwicklung abkoppeln lässt, entscheiden die Stadtwerke."

Mit steigenden Preisen rechnet auch die Verbundnetz Gas AG (VGN) mit Sitz in Leipzig zu Jahresbeginn. Über die Größenordnung machte sie aber keine Angaben. Es bleibe offen, ob die Endversorger die Preise auf die Kunden umschlagen, hieß es. Die VGN hatte bereits Anfang Oktober die Gaspreise für die Regionalversorger und Stadtwerke im Schnitt um vier Prozent erhöht.

Auch auf Berliner Haushalte mit Gasheizung kommt eine Preiserhöhung zu. Am Jahresende oder Anfang 2005 müssten die gestiegenen Einkaufspreise zu einem Teil an die Kunden weitergegeben werden, sagte ein Sprecher des Energieversorgers Gasag. Wie viel teurer das Gas wird, solle in den nächsten zwei Wochen entschieden werden. Derzeit kostet eine Kilowattstunde nach dem meistgenutzten Tarif 3,5 Cent. Die Gasag, die rund 600 000 Haushalte versorgt, hatte die Preise zuletzt Anfang 2003 angehoben.

Bei ENBW Gas (Karlsruhe) steht dagegen nach Angaben eines Sprechers derzeit keine Entscheidung über eine Preisveränderung an. Man analysiere zur Zeit die weitere Entwicklung der Bezugspreiserhöhungen. Von dem Ergebnis dieser Analyse werde abhängen, ob und gegebenenfalls wann eine Preisanpassung notwendig sei.

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