Bundeswehr-Einsatz in Afrika
Logistische Unterstützung am Viktoriasee

Rund 40 Flugminuten von der umkämpften Stadt Bunia im Nordost-Kongo entfernt ist für die deutschen Soldaten der Eingreiftruppe zunächst Endstation. Vom Flughafen der ugandischen Küstenstadt Entebbe, 20 Autominuten von der Hauptstadt Kampala entfernt, sollen sie ihre französischen Kollegen logistisch unterstützen.

HB/dpa NAIROBI. Nach Dschibuti und der kenianischen Küstenstadt Mombasa wird Entebbe der dritte Stationierungsort der Bundeswehr in Afrika.

Vom Kontrollturm dieses Flughafens aus verfolgten Augenzeugen 1976 das Ende eines spektakulären Geiseldramas: Palästinensische Entführer einer Air France-Maschine wollten damals israelische Passagiere töten. Ein israelisches Spezialkommando beendete das Drama und befreite die Geiseln. Das Skelett des Flugzeugs rostet noch immer am Strand des Viktoriasees vor sich hin.

Die weißen Ufer des größten Binnensees Afrikas sind ein beliebtes Ausflugsziel für die Ugander. Schon die britischen Kolonialherrn wussten das idyllisch gelegene, fischreiche Gewässer zu schätzen. Entebbe mit seinen heute etwa 25 000 Einwohnern war das britische Verwaltungszentrum. Noch heute sitzen einige Behörden in den Kolonialzeitvillen. In wellblechgedeckten Häuschen dazwischen wohnen viele Berufspendler, die in der Metropole Kampala arbeiten. Nach wie vor gilt Entebbe als die vornehmere Wohnstadt.

Die Hotels und Restaurants am Ufer des Sees sind seit zwei Wochen von kanadischen und französischen Soldaten belegt. Ärzte empfehlen die Mitnahme von Moskitonetzen und Mückenschutzmittel - derzeit herrscht Regenzeit in der Gegend, und die Ufer sind eine ideale Brutstätte für Malariamücken.

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