Bundeswehr-Milliardenauftrag
Mobilcom: Verbleib im Konsortium nicht gesichert

Mobilcom würde bei einem endgültigen Zuschlag für einen ausgeschriebenen Informationstechnik-Auftrag der Bundeswehr nach eigenen Angaben einen zusätzlichen Umsatz von zwei Milliarden Euro über zehn Jahre erwirtschaften können.

Reuters FRANKFURT. Der bei Mobilcom für die Unternehmensentwicklung zuständige Manager Alexander Rochlitz sagte am Mittwoch in Frankfurt, der eigene Anteil an dem Gesamt-Auftragsvolumen in Höhe von rund sechs Milliarden Euro belaufe sich auf rund ein Drittel. Die jährlichen Umsätze stiegen dabei über die zehnjährige Laufzeit des Vertrages.

Die Bundeswehr hatte am Montag ein Konsortium des Informationstechnik-Dienstleisters CSC Ploenzke, dem Rüstungskonzern EADS und Mobilcom als bevorzugten Partner für die abschließenden Verhandlungen in dem laufenden Vergabeverfahren ausgewählt. Das Nachsehen hatte das Konsortium von Deutscher Telekom, IBM und Siemens. Mobilcom soll den Angaben zufolge im Konsortium für Telefon- und Internet-Dienste sowie Teile der Systemintegration zuständig sein.

Bei dem Projekt geht es um die Gründung einer privatrechtlichen IT-Gesellschaft, die unter anderem die Rechenzentren und verschiedene Netze der Bundeswehr modernisieren soll. An der IT- Gesellschaft soll der Bund maximal 49,9 Prozent Anteile halten.

Der Verbleib von Mobilcom in der Bietergruppe ist allerdings wegen der unsicheren Unternehmenslage nicht gesichert. Der Vorstandschef des Konsortialführers CSC Ploenzke, Peter Strabel, sagte am Mittwoch in Frankfurt, die Bietergruppe sei sich "darüber klar", dass es Probleme geben könne, wenn die Diskussion über die Eigentümerschaft bei Mobilcom anhalte.

In Mobilcom-Kreisen wurde bestätigt, dass innerhalb des Konsortiums über den Verbleib des Telekom-Dienstleisters Diskussionen stattfänden. "Es gibt interne Gedankenspiele", hieß es in den Kreisen. Ein Mobilcom-Sprecher sagte hingegen: "Es ist uns nicht bekannt, das wir aus dem Konsortium rausgehen."

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