Bundesweite Erscheinungsweise vom 30. September an
FAZ fordert mit Sonntagszeitung den Springer Verlag heraus

Die bisher nur regional verbreitete "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" wird vom 30. September an bundesweit erscheinen.

dpa/HB FRANKFURT/MAIN. In Frankfurt, Berlin und München sei dafür in den vergangenen Monaten eine große Redaktion aufgebaut worden, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) am Donnerstag. Die neue Sonntagszeitung soll mit einer Auflage von 250 000 Exemplaren an den Start gehen, sagte FAZ-Herausgeber Dieter Eckart am Donnerstag. Die regionale Sonntags-FAZ hatte zuletzt eine verkaufte Auflage von rund 100 000 Exemplaren. Die Verantwortung für diese Publikation hatte über Jahre der Herausgeber für den Rhein-Main-Teil, Hugo Müller-Vogg, getragen, der das Unternehmen im Streit verlassen hatte.

Mit der Ausweitung der Sonntagszeitung will die FAZ den bundesweiten Sonntagsmarkt für sich erschließen, der bislang vom Axel Springer Verlag mit "Bild am Sonntag", "Welt am Sonntag" und "Euro am Sonntag" beherrscht wird. Die BamS hatte zuletzt eine verkaufte Auflage von 2,374 Millionen, WamS von rund 412 000 und die EuramS von knapp 159 000 Exemplaren.

Fünf Herausgeber teilen sich die Verantwortung

Gedruckt werde die Sonntags-FAZ künftig an den drei Standorten im hessischen Mörfelden-Walldorf, Maisach bei München und Potsdam, sagte Eckart weiter. Er war bislang für die Sonntags-FAZ allein verantwortlich. Künftig werden sich alle fünf FAZ-Herausgeber die Verantwortung teilen wie beim Hauptblatt auch.

Die neue Sonntagszeitung soll nach FAZ-Angaben neben Politik, Sport, Feuilleton und Wirtschaft auch einen Teil enthalten, der sich der Gesellschaft und dem gesellschaftlichen Leben widme. Außerdem sei ein Wissenschaftsteil geplant, der die Umbrüche der Naturwissenschaften verständlich machen solle. Daneben gebe es die Teile Reise, Immobilien und Kunstmarkt. Darüber hinaus will die Zeitung neben dem bisherigen Regionalteil für das Rhein-Main-Gebiet auch Regionalseiten für Berlin und München anbieten.

Für das Ressort Politik ist laut FAZ Thomas Schmid verantwortlich, für die Wirtschaft Rainer Hank, der von der Zeitung "Der Tagesspiegel" in Berlin zur FAZ zurückkehre. Sportchef bleibe Steffen Haffner. Den Kulturteil sollen Claudius Seidl, bisher stellvertretender Feuilleton-Chef der "Süddeutschen Zeitung", und Florian Illies leiten. Für Medien und Unterhaltung zeichnet künftig Alexander Gorkow verantwortlich, der ebenfalls von der "Süddeutschen Zeitung" kam.

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