Bundesweite Markteinführung nach erfolgreichem Test
Post bietet die Briefmarke aus dem Netz

Postkunden können ab Ende August ihre Briefmarken direkt aus dem Internet beziehen. Nach erfolgreicher Testphase führt die Deutsche Post bundesweit die Möglichkeit ein, Briefe per Computer fälschungssicher zu frankieren.

ap BONN. Wie das Unternehmen am Montag in Bonn mitteilte, haben seit Ende April 48 Pilotkunden in Offenbach und Bonn die Frankiersoftware Stampit im praktischen Einsatz geprüft und für gut befunden. Mit dem ausschließlich unter dem Betriebssystem Windows lauffähigen Programm können Briefe mit einem herkömmlichen Tintenstrahl- oder Laserdrucker direkt frankiert werden. Zusätzliche Hardware ist nach Angaben der Post nicht erforderlich.

Zur Nutzung des elektronischen Portos muss der Kunde - Zielgruppe sind vor allem Unternehmen und Selbstständige - zunächst der Post AG eine Erlaubnis zum Lastschrifteinzug geben. Zahlung per Kreditkarte ist nicht vorgesehen. Dann muss der Kunde sein Portokonto auf einem speziellen Server der Post AG mit Portowert zwischen 30 und 200 ? laden. Davon werden die verbrauchten Briefmarken dann automatisch abgezogen. Die Post verlangt für die PC-Briefmarke keinen Aufschlag.

Die Briefmarken können mit der im Hintergrund laufenden Software direkt aus der weit verbreiteten Textverarbeitung Microsoft Word auf Briefe gedruckt werden, auf einen Briefumschlag oder ein Adressenetikett. Die Marke selbst erscheint als ein kleines Quadrat mit einem Muster aus Linien und Punkten. Dieses Muster enthält einen zweidimensionalen Barcode. In dem maschinenlesbaren Code sind Angaben über den Portowert, die Seriennummer des PC-Frankier-Programms (und damit die Identifikation des Absenders), Datum sowie Merkmale aus Postleitzahl und Teilen der Empfängeranschrift verborgen. Das soll Fälschungen möglichst erschweren.

Das Programm kostet 83,50 ? (163,31 DM) und zusätzlich ab dem siebten Monat ein monatliches Entgelt von 2,30 ?. Bei Anmeldung über das Internet bis zum 15. August können Interessenten das Programm zum Einführungspreis von 140 DM beziehen. Knapp 25 000 Registrierungen von Interessenten lägen schon vor, sagte ein Postsprecher. Das Programm ist nach Angaben des Sprechers nur für Windows-PC erhältlich. An eine Umsetzung auf Apple oder Linux denke die Post wegen der damit verbundenen Kosten nicht.

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