Bundeswirtschaftsminister Müller kündigt verlängertes Briefmonopol an
Geringeres Briefporto nach 2002 möglich

Reuters BERLIN. Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) hält eine Senkung des Briefportos nach 2002 für möglich. Müller sagte dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe), das Briefmonopol der Deutschen Post AG werde über das Jahr 2002 hinaus verlängert. "Auf der Basis der heute erkennbaren Fakten wird dann eine Portosenkung möglich sein", so der Minister nach einer Vorabmeldung der Zeitung. Gegenwärtig kostet der Standardbrief 1,10 Mark, die Postkarte eine Mark Porto.

Darüber hinaus nahm Müller die Regulierungsbehörde für die Telekommunikation gegen Kritik aus der SPD-Bundestagsfraktion und von Telekom-Chef Ron Sommer in Schutz. "Herr Sommer wird sich daran gewöhnen müssen, dass die Regulierungsbehörde eine unabhängige Behörde ist", sagte Müller. Zu dem Vorwurf Sommers, die Arbeit der Regulierungsbehörde belaste den Kurs der T-Aktie, erklärte Müller, "der Kurs wäre sicher auch anders, wenn der Telekom hier und da die strategischen Auslandsprojekte gelungen wären". Müller spielte damit auf die gescheiterte Fusion mit der Telecom Italia und Probleme mit dem Engagement des Unternehmens in anderen Ländern an.

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