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Burgsmüller verliert Schanghai-Finale

Lars Burgsmüller hat den zweiten Turniererfolg seiner Tennis-Karriere klar verpasst. Im Finale des mit 380 000 Dollar dotieren Hartplatz-Turniers in Schanghai war Burgsmüller gegen den Argentinier Guillermo Canas ohne jede Chance und ging mit 1:6, 0:6 unter.

dpa HAMBURG. Lars Burgsmüller hat den zweiten Turniererfolg seiner Tennis-Karriere klar verpasst. Im Finale des mit 380 000 Dollar dotieren Hartplatz-Turniers in Schanghai war Burgsmüller gegen den Argentinier Guillermo Canas ohne jede Chance und ging mit 1:6, 0:6 unter.

Derweil ist Roger Federer ein historischer Sieg gelungen. Der Schweizer fertigte in Bangkok den Amerikaner Andy Roddick mit 6:4, 6:0 ab und gewann damit sein zwölftes ATP-Finale in Serie. Eine Premiere gab es in China: Mit ihrem 6:3, 6:4-Sieg über die Slowakin Martina Sucha in Guangzhou gewann Na Li als erste Chinesin ein Turnier der WTA-Tour.

Erklärungen für die deklassierende Pleite hatte Burgsmüller, der als ungesetzter Spieler das Endspiel erreicht hatte, unmittelbar nach der Lehrstunde nicht parat. "Er hat kaum Bälle verschlagen und ich habe sehr viele Fehler gemacht", sagte der 28 Jahre alte Essener etwas ratlos. Dabei war Burgsmüller, der seinen ersten und bisher einzigen Titel auf der Profi-Tour vor zwei Jahren in Kopenhagen erkämpfte, durchaus ansprechend in das zweite ATP-Finale seiner Laufbahn gestartet. Im vierten Spiel des ersten Satzes erarbeitete sich der Weltranglisten-123. auch eine Break-Möglichkeit. Doch nach 58 Minuten war alles vorbei. Für den 26-jährigen Canas war es nach Siegen in Stuttgart und Umag/Kroatien der dritte Turniererfolg 2004.

Der emsigste "Titelhamster" der Tour war allerdings in Thailand unterwegs. Mit seinem achten Sieg im neunten Aufeinandertreffen mit dem Weltranglisten-Zweiten Roddick, der mit einer leichten Ellbogenverletzung in die Partie gegangen war, sicherte Federer sich die 10. Turnier-Trophäe in diesem Jahr. "Ich dachte nicht, dass ich zehn Titel holen kann. So etwas kann man sich nicht einmal vornehmen", sagte der 22-Jährige überglücklich. Zugleich gelang dem momentan unangefochtenen Branchenprimus mit seinem Bangkok-Erfolg ein Kunststück, das bisher nur Björn Borg (1979-1 980) und John Mcenroe (1984-1 985) geschafft hatten: Federer hat nach seinen letzten zwölf Finals auf der Tour immer als Sieger den Platz verlassen.

Als erste Spielerin ihres Landes durfte Na Li dieses Gefühl erleben. "Ich bin sehr stolz darauf, dass ich meinen ersten Titel in meiner Heimat gewinnen konnte", sagte die 22-Jährigte nach ihrem Sieg in Guangzhou.

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