Bus wurde von Armee-Fahrzeugen begleitet
Anschlag auf israelischen Schulbus im Gazastreifen

Bei dem Bombenanschlag sind am Montagmorgen mindestens zwei Kinder getötet und elf weitere zum Teil lebensgefährlich verletzt worden.

dpa GAZA. Bei einem Bombenanschlag auf einen israelischen Schulbus sind am Montagmorgen im Gazastreifen mindestens zwei Kinder getötet und elf weitere zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. Die vermutlich von palästinensischen Extremisten gelegte Bombe war nahe der jüdischen Siedlung Kfar Darom im Süden des Gazastreifens explodiert, als der Bus die Stelle passierte.

Der von mehreren Fahrzeugen der Armee begleitete Bus sollte Kinder jüdischer Siedler nach Israel zur Schule bringen. Israels Außenminister Schlomo Ben-Ami bestätigte am Morgen, dass sich der Anschlag in einer von der israelischen Armee kontrollierte Zone des Gazastreifens ereignete. Unmittelbar nach der Explosion wurde das Gebiet abgesperrt. Rettungshubschrauber flogen die am schwersten Verletzten in eine Spezialklinik nach Beerscheva in Süd-Israel.

Palästinenserpräsident Jassir Arafat hatte am Freitag die Einstellung von Angriffen auf Israelis nur innerhalb der von den Palästinensern kontrollierten Gebiete im Gazastreifen und im Westjordanland angeordnet. Der Anschlag ereignete sich jedoch in einem von Israel kontrollierten Gebiet, in dem insgesamt 7 000 jüdische Siedler leben.

Seit Beginn der Unruhen in den Palästinensergebieten sind nach Angaben der israelischen Armee im Gazastreifen mehr als 40 Bomben explodiert. Sowohl der Bus, als auch die Begleitfahrzeuge waren nach offiziellen Angaben durch Panzerplatten gegen Explosionen geschützt.

Ben-Ami sagte nach dem Anschlag, die Tat mache es "schwieriger, neue Friedenskontakte zu den Palästinensern aufzunehmen." Allerdings gebe es zu diesem Schritt letztlich keine Alternative.

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