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Bush bekräftigt Vision eines palästinensischen Staates

US-Präsident George W. Bush hat am Dienstag seine Vision eines palästinensischen Staates bekräftigt.

Reuters PHILADELPHIA. Er hoffe, dass die Palästinenser "ihren eigenen friedlichen Staat" erreichten und Israel normale Beziehungen mit seinen Nachbarn, sagte er.

Zugleich betonte er, die USA setzten sich dafür ein, dass "teroristische Aktivitäten" gestoppt würden, die die Bemühungen um Frieden unterliefen. Obwohl er in den vergangenen Tagen Palästinenser-Präsident Jassir Arafat wiederholt dafür kritisiert hatte, nicht genug gegen "Terroristen" und deren Anschläge auf Israelis zu unternehmen, erwähnte er ihn diesmal nicht. Bush war dafür kritisiert worden, sich mit seinem Verständnis für das Recht auf Selbstverteidigung Israels zu eindeutig hinter den israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon gestellt zu haben.

"Ich habe eine Vision für den Nahen Osten, in der Israel ein Existenzrecht haben muss . . . Ich denke dasselbe von den Palästinensern", sagte Bush bei einem Empfang für Sponsoren in Philadelphia. "Ich hoffe, dass sie ihren eigenen friedlichen Staat im Frieden mit ihrem Nachbarn Israel haben können, ein selbst-regiertes Land, ein Land, in dem die Wirtschaft gedeiht, damit die Hoffnungslosigkeit vieler Bürger ein Ende hat, die dort leben", fügte Bush hinzu.

Bush gelobte, seine Regierung werde gegen alle, die diese Vision zerstören wollten, an dieser Vision festhalten. "Die USA werden weiterhin darauf bestehen, dass diejenigen, die im Nahen Osten und in anderen Regionen der Welt nach Frieden rufen, alles in ihrer Macht Stehende tun müssen, um die Terrortaten zu stoppen, deren einziges Ziel es ist, den Frieden zu verhindern", sagte er.

Europäische und arabische Staaten und Kritiker in den USA hatten von Bush gefordert, sich stärker dafür einzusetzen, um die Eskalation der Gewalt in den vergangenen Tagen zu beenden. Seit Beginn eines neuen Aufstandes der Palästinenser gegen die israelische Besetzung ihrer Gebiete sind in den vergangenen eineinhalb Jahren mehr als 1 500 Menschen ums Leben gekommen.

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