Bush bleibt hart
El Kaida kündigen Kampf bis zum Tod an

Der Widerstand der eingeschlossenen El Kaida - und Talibankämpfer in den Bergen Ostafghanistans flaute am Dienstag langsam ab. Die Kämpfer kündigten jedoch an, sie wollten sich bis zum Tod verteidigen.

dpa WASHINGTON. Trotz ihrer schwersten Verluste seit Beginn des Krieges setzten die USA ihre Offensive mit unverminderter Härte fort. US-Präsident George W. Bush bereitete die Amerikaner zugleich darauf vor, dass der Kampf noch zusätzliche Opfer fordern könnte. An den Kämpfen in den schneebedeckten Bergen nahe Gardes sind nach US- Angaben 900 amerikanische Soldaten und 200 Soldaten verbündeter Nationen wie Deutschland beteiligt.

Nach Angaben des Fernsehsenders MSNBC begann die Gegenwehr der Eingeschlossenen nahe der Stadt Gardes abzuebben. Offensichtlich gehe ihnen die Munition aus, sagte ein afghanischer Kommandant dem Sender. "Wir werden bis zum letzten Atemzug kämpfen", hieß es in einer Erklärung von Saifullah Mansur, der die Kämpfer befehligt.

Am Montag hatten die Taliban- und El-Kaida-Kämpfer zwei US- Hubschrauber angegriffen und dabei sieben amerikanische Soldaten getötet. 40 weitere seien verletzt worden, sagte der Oberbefehlshaber des Afghanistan-Feldzugs, Tommy Franks. Auf Seiten der Feinde seien 100 bis 200 Kämpfer ums Leben gekommen. Die Leichen der sieben US- Soldaten wurden am Dienstag zum US-Stützpunkt Ramstein (Rheinland- Pfalz) geflogen.

US-Präsident George W. Bush zeigte sich nach dem Tod der Soldaten entschlossen, die militärische Offensive gegen Terroristen in Afghanistan fortzusetzen. Der Kampf gegen den Terrorismus sei wichtig und gerechtfertigt. Die USA würden die Terroristen jagen, ungeachtet wo sie versuchten, sich zu verstecken.

Bei ihrem Kampf gegen die El-Kaida-Truppen nahe Gardes hatten die USA erstmals ihre alte Strategie aufgegeben, die gefährliche Bodenoffensive den afghanischen Stellvertretertruppen zu überlassen. Sie wollen damit verhindern, dass Taliban- und El-Kaida-Führer wie zuvor in dem Höhlenkomplex von Tora Bora von den Afghanen entkommen gelassen werden. Damit steigt das Risiko von Verlusten.

In der Umgebung des Kampfgebiets wurden auch drei ausländische Journalisten bei einem Angriff verletzt. Die Korrespondenten, darunter eine Kanadierin, waren 15 Kilometer außerhalb von Gardes mit Grananten beschossen. Die verletzten Journalisten und ihr Fahrer wurden zunächst in Gardes versorgt und dann nach Kabul geflogen.

Die Lage in Kabul entwickelt sich nach Ansicht des Kommandeurs der deutschen Schutztruppen in Afghanistan, Brigadegeneral Carl Hubertus von Butler, weiterhin positiv. "Die Menschen stehen hier in jeder Hinsicht auf unserer Seite", sagte er am Dienstag im ZDF - Morgenmagazin. Trotzdem sei man sich jederzeit der Gefahren und Risiken bewusst. "Wir haben die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen getroffen und ich halte sie für angemessen", sagte Butler.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%