Bush in Peking
Klimapflege im Schatten der Olympischen Spiele

Ob bei den Schwimmern, dem Softballteam oder den Basketballdamen - George W. Bush gehört bei den Olympischen Sommerspielen zu den obersten Cheerleadern seines Landes. Doch trotz Spaß und Sport: Der mächtigste Mann der Welt ist nicht nur wegen der Wettkämpfe nach China gekommen.

PEKING. Die kleine Amerikafahne hatte George W. Bush am Wochenende in Peking immer dabei. Denn der mächtigste Politiker der Welt schlüpfte als Gast bei den Olympischen Sommerspielen immer wieder in die Rolle des obersten Cheerleader seines Landes. Und so schwenkte er mit Vater George H.W. und Gattin Barbara am Sonntag auch im Schwimmstadion begeistert das Fähnchen, als US-Sportstar Michael Phelps die erste Goldmedaille für Amerika im Schwimmen holte.

Es sei schon ein "verdammt cooles Gefühl" gewesen, als er seinen Präsidenten mit der Fahne habe winken sehen, sagte der amerikanische Olympiasieger später. Den deutschen Sportlern bleibt in Peking solch eine Unterstützung dagegen entsagt: Weder Kanzlerin Angela Merkel (CDU) noch Außenminister und Vize-Kanzler Frank Walter Steinmeier (SPD) haben sich zu den Spielen angesagt. Als ranghöchster deutscher Vertreter kam der deutsche Botschafter in Peking, Michael Schaefer, zur Eröffnung der Spiele.

Der US-Präsident absolvierte bei seinem mehrtätigen Olympia-Besuch dagegen ein volles Programm. Er eröffnete die neue US-Botschaft in Peking, traf sich zu Gesprächen mit Chinas Staatschef Hu Jintao und besuchte am Sonntagmorgen einen Gottesdienst - in China ein durchaus wichtiges Signal.

In Sachen Sport war die Bush-Familie bei einem Spiel der amerikanischen Beach-Volleyballer dabei, wurde auch dem Softball-Team und den Basketballerdamen ein Besuch abgestattet. Der begeisterte Radfahrer George W. Bush ließ es sich zudem nicht nehmen, auf der olympischen Mountainbike-Strecke eine Runde zu drehen.

Trotz Spaß und Sport - immer wieder machte der US-Präsident in Peking klar, dass er nicht nur wegen der Wettkämpfe nach China gekommen war. Mehrfach mahnte er die Einhaltung der Menschenrechte sowie Religionsfreiheit in China an. Kein Staat und kein Bürger "sollte den Einfluss der Liebe zu einer Religion fürchten", sagte er nach dem Gottesdienst vor der protestantischen Kuanjie-Kirche in Peking.

Am Sonntagabend dann folgte der nicht nur sportliche Höhepunkt: Das Basketballspiel zwischen China und den USA, das die Amerikaner mit 101:70 deutlich für sich entschieden. Schon vor der Begegnung wurde das Duell in China als eine "historische" Begegnung gefeiert. Denn unter den 18 000 Zuschauern saß nicht nur der US-Präsident, sondern auch die zwei wichtigsten chinesischen Führer, Staatschef Hu Jintao und Regierungschef Wen Jiabao.

Bei dem Treffen handele es sich um den "Kampf der Titanen", schrieb zuvor die Tageszeitung China Daily. "Es ist mehr als nur ein Spiel", wurde Li Yuanwei von der Chinese Basketball Association (CBA) zitiert. Es gehe um die Kooperation der beiden Nationen, aber nicht nur in Sachen Basketball.

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