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Bush räumt Fehleinschätzung bei Irak-Invasion ein

US-Präsident George W. Bush hat erstmals eingeräumt, bei der Invasion im Irak die Lage in dem arabischen Land falsch beurteilt zu haben. In einem Interview der Tageszeitung „The New York Times“ sprach er von einer „Fehleinschätzung“ der Nachkriegsbedingungen.

dpa NEW YORK. US-Präsident George W. Bush hat erstmals eingeräumt, bei der Invasion im Irak die Lage in dem arabischen Land falsch beurteilt zu haben. In einem Interview der Tageszeitung "The New York Times" sprach er von einer "Fehleinschätzung" der Nachkriegsbedingungen.

Der seit 17 Monate andauernde Aufstand gegen die US-geführten Truppen sei "ein Nebenprodukt" des "schnellen Sieges" über Saddam Husseins Armee. Durch deren schnelle Auflösung und das Untertauchen der irakischen Militärs sei es schneller zur Rebellion gekommen, als er und seine Berater dies vorhergesehen hätten.

Unterdessen haben bereits vier Tage vor dem Wahlparteitag der Republikanischen Partei am Donnerstag in New York Gegner der Politik von Bush mit einer Vielzahl von Protestaktionen begonnen.

Die Polizei riegelte daraufhin das Gelände um den Madison Square Garden, wo der Parteitag am Montag beginnt, bereits 48 Stunden früher als ursprünglich angekündigt ab. Dadurch kam es in Teilen Manhattans zu einem Verkehrschaos. Zugleich tauchten in hunderten Fenstern der Millionenstadt Verbotszeichen nachempfundene "Stop Bush"-Symbole auf. Unweit des Times Square enthüllten Friedensaktivisten eine überdimensionale digitale "Uhr", auf der die steigenden Milliardenkosten des Krieges im Irak und der Besetzung des Landes im Minutentakt angezeigt werden.

Der Fernsehsenders "New York One" berichtete, dass nach aktuellen Umfragen rund drei Viertel der Einwohner der Acht-Millionen-Metropole die Politik des US-Präsidenten ablehnen würden. Wie viele Personen befragt wurden, teilte der Sender nicht mit.

Derweil erklärten die Organisatoren einer Massenkundgebung im Central Park, die am Mittwochabend verboten worden war, sie könnten nicht mehr verhindern, dass sich zehntausende Menschen in der kommenden Woche in dem Park versammeln. Das Oberste Gericht des US-Bundesstaates New York hatte die Protestaktion mit der Begründung untersagt, der Rasen könne zu stark beschädigt werden. Die Organisation United for Peace and Justice hatte angegeben, dass sie mit 250 000 Teilnehmern der Kundgebung rechnet.

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