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Bush-Regierung gibt Klima-Schäden durch Treibhausgase zu

In Abkehr ihrer bisherigen Position hat die amtierende US-Regierung erstmals eingeräumt, dass Kohlendioxid und andere Treibhausgase die „einzig wahrscheinliche Erklärung für die globale Erderwärmung in den vergangenen drei Jahrzehnten“ sind.

dpa WASHINGTON. In Abkehr ihrer bisherigen Position hat die amtierende US-Regierung erstmals eingeräumt, dass Kohlendioxid und andere Treibhausgase die "einzig wahrscheinliche Erklärung für die globale Erderwärmung in den vergangenen drei Jahrzehnten" sind.

Nach Angaben der Tageszeitung "New York Times" vom Donnerstag ist ein entsprechender Regierungsbericht an den US-Kongress übergeben worden. Dabei soll es sich um die "derzeit bestmöglichen wissenschaftlichen Informationen" über den Klimawechsel handeln.

Bislang hätten Präsident George W. Bush und andere Regierungsmitglieder ihre Ablehnung von verbindlichen Einschränkungen für Treibhausgase damit begründet, dass es "Unsicherheiten beim Verstehen der Gründe und Konsequenzen" der Erwärmung gebe, schreibt das Blatt weiter.

Bush hatte nach seinem Amtsantritt im Januar 2001 den Austritt aus dem Kyoto-Protokoll zum internationalen Klimaschutz erklärt und damit weltweites Unverständnis und Proteste ausgelöst.

In dem Regierungsbericht heißt es weiter, dass die letzten Analysen des Nationalen Zentrums für Atmosphärische Forschung in Boulder (Colorado) zu dem Ergebnis geführt hätten, dass für die Erwärmung von 1900 bis 1950 natürliche Veränderungen in der Sonnenstrahlung und andere Faktoren verantwortlich seien. Allerdings könnten diese Veränderungen nicht mehr den starken und anhaltenden Temperaturanstieg seit 1970 erklären.

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