Bush sei ein überzeugter Marktwirtschaftler
Deutsche Wirtschaft begrüßt US-Präsident Bush

adx BERLIN/FRANKFURT. Die Wahl von George W. Bush zum neuen Präsidenten der USA ist von der deutschen Wirtschaft begrüßt worden. Bush sei auch auf internationaler Ebene ein überzeugter Marktwirtschaftler und werde den Bemühungen für eine Liberalisierung des Welthandels neue Impulse geben. Hoffnungen auf Kursgewinne am deutschen Aktienmarkt gingen hingegen nicht in Erfüllung. Schwerer als die Erleichterung über das Ende der US-Wahl wiege die Sorge über einen scharfen Einbruch der amerikanischen Konjunktur, kommentierten Marktbeobachter.

Stärkere Freihandelsausrichtung als bei Gore erwartet

Der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) setzt auf den Freihändler Bush. Die deutschen Unternehmen könnten mit Bush auf "gute transatlantische Wirtschaftsbeziehungen" und eine "erfolgreiche neue Welthandelsrunde" in der WTO hoffen, erklärte DIHT-Hauptgeschäftsführer Franz Schoser. Der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) verspricht sich von Bush sogar eine stärkere Freihandelsorientierung, als es bei einem Erfolg Al Gores der Fall gewesen wäre.

Bush sei eher in der Lage, den Freihandel zu fördern, da er weniger Rücksicht auf Gewerkschaften und Nicht-Regierungsorganisationen nehmen müsse, sagte BGA-Chefvolkswirt Christian Philipp Schindler. Der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI), Hans Olaf Henkel, hofft auf neuen Schwung für die Verhandlungen in der Welthandelsorganisation WTO, nachdem der Beginn einer neuen Runde bisher vor allem an europäisch-amerikanischen Divergenzen gescheitert sei.

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