Bush siegte vor vier Jahren dank Gerichtsentscheid
Bereits erste Pannen bei US-Präsidentenwahl

Mit reger Beteiligung und ersten Pannen hat im US-Bundesstat Florida die amerikanische Präsidentenwahl begonnen. 14 Tage vor der Wahl am 2. November konnten am Montag Bürger in Florida wie auch in mehreren anderen Bundesstaaten von der vorzeitigen Stimmabgabe Gebrauch machen.

HB MIAMI. Dabei seien in einigen Wahlkreisen die Wähler auf eine mehr als zwei Stunden lange Geduldsprobe gestellt worden, nachdem die Datenverbindung zwischen Wahlbüros und der Wahlzentrale zusammengebrochen sei, teilte die Tageszeitung "Miami Herald" in ihrer Online-Ausgabe mit. In Hallendale Beach hätten beispielsweise viele Wähler das Wahllokal unverrichteter Dinge verlassen. In anderen Wahlbüros wie in Oakland Park seien Wartezeiten wegen des Wählerandrangs entstanden.

Der südliche Bundesstaat stand bereits bei der Wahl vor vier Jahren im Zentrum eines Wahlskandals. Damals beendete das Oberste Gericht nach 36 Tagen eine Stimmnachzählung. Als Ergebnis gewann US-Präsident George W. Bush in Florida mit 537 Stimmen Vorsprung und sicherte sich damit den Einzug ins Weiße Haus.

Der demokratische Herausforderer John Kerry warb zum Wahlauftakt in Florida erneut um Stimmen. Der Senator aus Massachusetts sagte in Tampa, die Amerikaner stünden vor einer "grundlegenden Entscheidung, einer Wahl des Lebens". Auf die Irak-Politik eingehend sagte Kerry, die bittere Wahrheit werde Präsident George W. Bush einholen.

Bush sagte während einer Wahlkampfveranstaltung in Marlton (US-Bundesstaat New Jersey), dass sich die Vereinigten Staaten inmitten eines weltweiten Kampfes gegen den Terror befänden. Darin gebe es keinen Platz für Verwirrung und keinen Ersatz für den Sieg. Landesweit liegt Bush nach einer neuen Umfrage der Zeitung "USA Today" und des Meinungsforschungsinstitutes Gallup unter Wählern, die auch die klare Absicht haben, ihre Stimme abzugeben, mit 52 zu 44 Prozent vor Kerry. Unter allen registrierten Wählern lag die Stimmverteilung bei 49 zu 46 Prozent für Bush. Die Fehlerquote liegt bei drei Prozentpunkten.

Kerry habe seine guten Auftritte während der Fernsehdebatten mit Bush nicht in einen Popularitätsgewinn umsetzen können, weil viele Wähler glaubten, er sei zu liberal, heißt es dazu in einer Analyse des US-Nachrichtensenders CNN.

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