Bush-Sprecher tritt im Sommer zurück
Ari Fleischer kehrt Weißem Haus den Rücken

Der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, tritt im Sommer zurück und will in seinen Heimatstaat New York zurückkehren. Er handele aus privaten Gründen, sagte der 42-Jährige am Montag vor Journalisten. Unter anderem wolle er mehr Zeit für seine Frau Becky haben.

HB/dpa WASHINGTON. Als wahrscheinlicher Nachfolger gilt Fleischers bisheriger Stellvertreter Scott McLellan. Als mögliche Anwärterin wurde aber auch Pentagon-Sprecherin Victoria Clarke genannt.

Fleischer ist erst seit sechs Monaten verheiratet und seit 21 Jahren in Regierungsdiensten tätig. 1999 trat er dem damaligen Wahlkampfteam von Präsident George W. Bush bei, der ihn nach dem Wahlsieg zu seinem Sprecher machte. Wie aus dem Weißen Haus verlautete, will Fleischer jetzt im privaten Sektor arbeiten, Vorträge halten und vielleicht auch ein Buch schreiben.

Er habe tiefstes Vertrauen in Bush und dessen Politik und liebe den Job, sagte Fleischer. Jeder komme in seinem Leben aber einmal an einen Punkt, an dem er über einen Wechsel nachdenke. Er, Fleischer, sei zum Schluss gekommen, "dass es an der Zeit ist, zu gehen." Ein Rückzug im Sommer - wie verlautet, im Juli - werde seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin genügend Zeit geben, vor Beginn des nächsten Wahlkampfs Tritt zu fassen. Die Präsidentschaftswahlen finden im November 2004 statt.

Als schlimmste Erfahrungen während seiner bisherigen Amtszeit nannte Fleischer die Terroranschläge vom 11. September und die anschließende Serie von tödlichen Anthrax-Anschlägen. "Das werde ich niemals vergessen."

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