Bush will Raketenabwehr vorantreiben
Positive Reaktionen Moskaus auf Bushs Raketenpläne

Regierungskreise in Russland begrüßen, dass die US-Regierung den Vertrag über begrenzte nationale Raketenabwehrsysteme (ABM-Vertrag) ernst nimmt.

dpa MOSKAU. Moskau hat am Mittwoch positiv-zurückhaltend auf die Raketenabwehr-Pläne des amerikanischen Präsidenten George Bush reagiert. In Regierungs- und militärisch-diplomatischen Kreisen wurde vor allem begrüßt, dass die USA nicht einseitig aus dem ABM-Vertrag von 1972 über begrenzte nationale Raketenabwehrsysteme aussteigen wollten. Dies sei "ermutigend", zitierte die Agentur Interfax einen namentlich nicht genannten Regierungsvertreter.

Bushs Vorschläge verdienten eine "gründliche Analyse". Zudem enthielten die Vorschläge des amerikanischen Präsidenten "eine Reihe konstruktiver Elemente, die den Weg zum Dialog mit der neuen US- Regierung über Fragen der strategischen Stabilität öffnen".

Ein ranghoher Militärdiplomat, dessen Name von Interfax ebenfalls nicht genannt wurde, lobte die Einsicht Washingtons zur Achtung des ABM-Vertrags. "Viele Leute in Washington haben verstanden, dass ein Bruch des ABM-Vertrags und der Aufbau eines nationalen Raketenabwehrsystems die strategische Stabilität erschüttern könnte und zu einem neuen Wettrüsten führen würde." Und dies wiederum hätte "unvorhersehbare Folgen".

Bush hatte am Vorabend die Absicht der US-Regierung bekräftigt, das umstrittene Raketenabwehrsystem voranzutreiben, und neben anderen auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin darüber informiert. Er rief Moskau dazu auf, gemeinsam mit dem Westen ein neues strategisches "Rahmenwerk" für die Sicherung von Frieden und Stabilität zu schaffen.

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