Bush will "Wunschliste" vorlegen
Gore für kraftvolle Opposition

Nach dem Erfolg der Republikaner bei der US- Kongresswahl hat der frühere demokratische Präsidentschaftskandidat Al Gore seine Partei am Mittwoch zu einer energischen Opposition aufgefordert. Die Demokraten müssten "eine sehr kraftvolle Alternative" zu Präsident George W. Bush bieten, sagte er in einem Interview der Fernsehgesellschaft ABC.

HB/dpa WASHINGTON. Gore, der 2000 gegen Bush verloren hatte, erwägt eine erneute Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur für seine Partei im Jahr 2004.

Bush will nach dem Wahltriumph rasch eine detaillierte "Wunschliste" für die letzten beiden Jahre seiner ersten Amtszeit vorlegen. Das kündigte der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, in Washington an. Der Präsident selber zeigte sich am Tag nach der Wahl nicht in der Öffentlichkeit.

Die Republikaner konnten am Dienstag (Ortszeit) nicht nur ihre Mehrheit im Abgeordnetenhaus um mindestens vier Mandate ausbauen, sondern errangen mit mindestens 51 Sitzen auch die Kontrolle im Senat. Bush kann daher mit solider Unterstützung für seinen harten Irak-Kurs und den umstrittenen Ausbau der Heimatverteidigung rechnen. Der Präsident werde mit aller Kraft an der Umsetzung seiner Programme arbeiten, mit dem Ziel, die USA "stärker, sicherer und besser zu machen", sagte Fleischer.

Auch bei den Gouverneurswahlen erfüllten sich die Hoffnungen der Demokraten nicht. Sie gewannen zwar die Posten in den wichtigen Staaten Pennsylvania, Illinois und Michigan, aber insgesamt liegen die Republikaner mit mindestens 26 von 50 Gouverneuren weiter vorn. "Wir müssen jetzt erst einmal nachdenken und überlegen, wo Konsequenzen angebracht sind", sagte der bisherige demokratische Mehrheitsführer im Senat, Tom Daschle. Der Führer der Demokraten im Abgeordnetenhaus, Richard Gephardt, will nach Informationen des Nachrichtensenders CNN in der neuen Legislaturperiode nicht mehr für das Amt kandidieren.

Der künftige republikanische Mehrheitsführer im Senat, Trent Lott, wertete der Wahlergebnis als Beweis dafür, dass Amerika geeint sei. Die Botschaft an "Deutschland und alle anderen Länder" sei klar: "Dieser Präsident hat eine unglaubliche, historische Unterstützung durch das amerikanische Volk erhalten ... einen Beweis des Vertrauens, das wir nicht missbrauchen werden."

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