"Bushs unilateraler Kurs hat viel Schaden angerichtet“: US-Senator gibt deutsch-französischer Initiative keine Chance

"Bushs unilateraler Kurs hat viel Schaden angerichtet“
US-Senator gibt deutsch-französischer Initiative keine Chance

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joseph Lieberman gibt der deutsch-französischen Initiative zu einem verstärkten Inspektionsmandat in Irak keine Chancen. "Die Idee selbst hat keine Chancen. Sie kommt zu spät. Das Problem ist doch längst nicht mehr, dass die Inspekteure im Irak zu wenig Zeit haben, sondern dass Saddam Hussein nicht kooperiert", sagte der US-Senator dem Handelsblatt.

HB BERRLIN. "Bagdad muss seine Haltung ändern. Zudem war die US-Delegation in München erstaunt und auch verärgert, darüber aus den Medien zu erfahren. Es ist wichtig, Alliierte wie die USA früh von solchen Überlegungen zu informieren. Frankreich und Deutschland sollten umgekehrt aber auch eng in die Arbeit an einer zweiten Resolution der Uno eingebunden werden", so Lieberman weiter.

Lieberman betonte zugleich die Bedeutung der deutsch-amerikanischen Beziehungen. "Die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA sind so wichtig, dass beide Regierungen zumindest in einer Nach-Saddam-Phase sehr intensiv daran arbeiten müssen, das Verhältnis wieder zu verbessern", sagte er.

Dabei kritisierte Lieberman auch die Regierung von US-Präsident George Bush: "Die Bush-Regierung hat mit ihrem oft unilateralen Kurs viel Schaden angerichtet, gerade im Verhältnis zu Europa. Sie erwartet Unterstützung in Punkten, die ihr wichtig sind, war aber taub für die Forderungen anderer. Beispiele sind die Debatten um das Kyoto-Potokoll, den Internationalen Gerichtshof oder Abrüstungsverträge. Auch mit ihrer unnötig provokativen Präsentation ihrer Strategie einer präventiven Politik im militärischen Bereich hat die Bush-Regierung erheblich zu den Spannungen beigetragen. Sie erntet jetzt, was sie gesät haben."

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