Business-Plan-Wettbewerbe
Auf in die Planwirtschaft

Eine gute Idee ist oft einen Preis wert: Durch Businessplan-Wettbewerbe können Gründer schnell Kapital für ihr Start-Up beschaffen. Die Wettbewerbe lohnen sich nicht nur finanziell: Wer gewinnt, bekommt eine gute Betreuung und schnell Kontakt zu Geldgebern und Kunden.

Mode war für die beiden Internet-Profis Roland Schweins und Daniel Schaffeld früher kein Thema. Das änderte sich erst, als sie eine modische Marktlücke entdeckten: Nirgendwo im Meer der Internet-Communities von StudiVZ bis Facebook gab es eine Plattform für Fashion-Freaks. Im Februar gingen die beiden Jungunternehmer mit styleranking.de ins Netz. Doch zwischen Idee und Realisierung lagen eine Menge Probleme, die Schweins und Schaffeld nicht alleine lösen konnten. „Um unsere Idee in die Tat umzusetzen, brauchten wir Hilfe, und sind dabei auf den Businessplan-Wettbewerb des NUK gestoßen“, sagt Daniel Schaffeld.

Das NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. organisiert seit elf Jahren Business-Wettbewerbe und zählt damit zu den ältesten der inzwischen zahlreichen deutschen Gründungs-Wettbewerbe. (Link zu Texttabelle: Business-Wettbewerbe) Die Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Gründerklima im Rheinland zu verbessern. Jährlich stellen etwa 200 Teilnehmer ihre Ideen vor. Der Wettbewerb besteht aus drei Stufen: In der ersten Stufe reichen die Teilnehmer eine Ideenskizze ihrer Geschäftsidee ein. In der zweiten Stufe müssen die Teilnehmer diese Skizze um eine sorgfältige Markt- und Branchenanalyse und ein Marketingkonzept erweitern, so dass ein grober Businessplan entsteht. Auch wer nicht in Stufe eins gestartet ist, kann hier dazu stoßen. Den vollständigen Businessplan erstellen die Teilnehmer erst in der dritten Wettbewerbs-Phase. Hier geht es vor allem um die Finanzplanung, wieder ist ein Quereinstieg möglich. In allen Stufen werden die besten Konzepte durch eine Jury bewertet – rund 20 NUK-Vorstände und Venture-Vapital-Geber, in der dritten Stufe zusätzlich Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates. Die drei besten Konzepte werden prämiert. Zu gewinnen gibt es in jeder Stufe Geldprämien von insgesamt 29 000 Euro.

Doch auch wer kein Geld gewinnt, profitiert von der Beratung und den Hintergrundinformationen, vor allem aber auch von den Kontakten zu Finanzgebern und späteren Kunden. Die künftigen Gründer werden von erfahrenen Unternehmern, Anwälten und Beratern unterstützt. Sie helfen bei Marketing-Aktionen, bei rechtlichen und allgemeinen Fragen zur Unternehmensführung. Auch die Gründer von Styleranking.de hatten viele Fragen - vor allem zur Organisation eines Unternehmens, zur Gesellschaftsform und zum Steuerrecht. „Ohne die Unterstützung des NUK hätten wir erst viel später starten können“, sagt Schaffeld. 2007 hatten sie mit ihrem Konzept in der dritten Wettbewerbsstufe des NUK den dritten Platz belegt, im Februar 2008 gingen sie mit ihrer Seite online.

Mitmachen kann branchenunabhängig jeder, der eine innovative Idee hat. Bislang wurden im Rahmen des Wettbewerbs 544 Unternehmen gegründet. 82 Prozent davon bestehen bis heute. Diese Quote liegt über dem Durchschnitt aller Existenzgründungen in Deutschland. Das liege zum einen an der intensiven Betreuung während des Wettbewerbs, zum anderen daran, dass nur die besten Ideen tatsächlich umgesetzt werden, so NUK-Projektleiter Sebastian Schäfer.

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