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Button fährt 2005 für BAR - Vorerst nicht zu Williams

Jenson Button wird in der kommenden Saison definitiv weiter für BAR-Honda fahren. Das gaben der eigentlich schon mit Williams-BMW über einen Wechsel einige Formel-1-Pilot und sein Teamchef David Richards bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Sao Paulo bekannt.

dpa SAO PAULO. Jenson Button wird in der kommenden Saison definitiv weiter für BAR-Honda fahren. Das gaben der eigentlich schon mit Williams-BMW über einen Wechsel einige Formel-1-Pilot und sein Teamchef David Richards bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Sao Paulo bekannt.

"Ich will mich jetzt voll auf 2005 konzentrieren", sagte Button. Richards erklärte: "Wichtig ist jetzt, dass wir als Team weiterarbeiten." Demonstrativ schüttelten sich die beiden die Hand und deuteten eine Umarmung an, um so zu signalisieren, dass der Monate lange, erbittert geführte Rechtsstreit vorbei ist und sich beide Seiten um eine sachliche Zusammenarbeit bemühen wollen. Ein Schiedsgericht in Genf hatte bekannt gegeben, dass Button auch 2005 an BAR vertraglich gebunden und sein Abkommen mit dem Konkurrenzteam Williams nicht gültig sei.

"Es ist etwas enttäuschend, aber man kann im Leben nicht alles haben", stellte Button klar, dass er lieber zu Williams-BMW gegangen wäre. Der 24-Jährige deutete an, dass der geplante Wechsel zwar geplatzt, aber für die Zukunft nicht vom Tisch sei. "Ich will jetzt nicht diskutieren, ob ich 2006 für Williams fahre", sagte er. Am Vorabend hatte Button noch erklärt, er sei zuversichtlich, in der Zukunft zu seinem Wunschteam stoßen zu können.

Richards spielte den Streit im Nachhinein herunter. "Beziehungen machen Hochs und Tiefs durch", sagte er. Aber das Team habe trotz schwieriger Situationen in den zurückliegenden Monaten viel erreicht. Vor dem Saisonfinale in Sao Paulo belegt Button in der Fahrerwertung hinter Weltmeister Michael Schumacher und Rubens Barrichello den dritten Platz. BAR-Honda liegt in der Konstrukteurs-WM hinter Ferrari auf dem zweiten Rang.

Richards und Button vertraten einhellig die Meinung, sie hätten ohne ihre Fehde nicht viel besser abschneiden können. "Jetzt ist es aber wichtig, mit freiem Kopf im nächsten Jahr zu attackieren", sagte der Pilot. Auch sein Teamchef forderte, dass nun das Sportliche im Vordergrund stehen müsse. Richards versicherte, dass es mit Williams kein "finanzielles Arrangement" gebe. Damit ist klar, dass er Button auch nicht für eine Ablösesumme freigeben würde. Williams ist an einer solchen Lösung wohl auch nicht interessiert.

Button räumte ein, dass er in der Angelegenheit "vielleicht juristisch nicht ganz richtig beraten" gewesen sei, "aber nicht nur von einer Person". Ob er sich von seinem Manager John Byfield, der den nun geplatzten Deal eingefädelt hatte, trennen wird, ließ er offen.

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