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Button-Wechsel zu Williams-BMW sorgt für Ärger

Oxford (dpa) - Die überraschende Rückkehr von Formel-1- Pilot Jenson Button zu Williams-BMW sorgt für mächtig Ärger.

Oxford (dpa) - Die überraschende Rückkehr von Formel-1- Pilot Jenson Button zu Williams-BMW sorgt für mächtig Ärger.

Nur wenige Stunden nachdem der britisch-deutsche Rennstall den Coup bekannt gegeben hatte, kündigte Buttons derzeitiger Teamchef David Richards an, um den Verbleib des 24-Jährigen bei BAR-Honda kämpfen zu wollen. «So schnell geht das auch nicht. Button hat 2005 noch einen Vertrag bei uns», stellte Richards im Rundfunksender «BBC» fest.

Er machte keinen Hehl daraus, dass er von seinem Star enttäuscht ist. «Ich habe 400 Leute in der Fabrik, die hart arbeiten, und dann geht der Kerl, der die ganze Anerkennung einstreicht und gibt ihnen den Laufpass», sagte der Teamchef. «Ich kann einfach nicht glauben, dass er uns verlassen will.»

Button tauchte vorerst ab und war weder für Richards noch für BAR- Technikchef Geoff Willis zu erreichen. Lediglich in der Williams-BMW - Pressemitteilung ließ er ausrichten, dass er sich sehr über die Rückkehr freue und überzeugt sei, dass Williams-BMW die richtige Wahl sei für sein Ziel, Weltmeister zu werden. Button hatte seine Formel- 1-Karriere vor vier Jahren bei dem Team begonnen, musste aber Williams-BMW nach einem enttäuschenden Jahr wieder verlassen.

Williams-BMW hatte den Transfer verkündet. Laut der Pressemitteilung einigten sich die «Blau-Weißen» mit dem Piloten auf einen langfristigen Vertrag, wahrscheinlich für zwei Jahre. Teamchef Frank Williams sieht sich bei dem Wechsel juristisch auf der sicheren Seite. Das Management des Fahrers habe eine Möglichkeit gesehen, dass Button aus dem Vertrag mit BAR-Honda aussteigen könne. «Vielleicht hat er erkannt, dass wir bessere Möglichkeiten haben, ihm ein Weltmeister-Auto zur Verfügung zu stellen als sein aktuelles Team», sagte Williams der «BBC». «Jenson ist einer der besten Piloten im Fahrerlager», sagte BMW - Motorsportdirektor Mario Theissen.

Williams-BMW hatte bereits die Verpflichtung des Australiers Mark Webber bekannt gegeben, der noch für Jaguar fährt. Button und Webber ersetzen Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher. Montoya wechselt zu Mclaren-Mercedes, der derzeit verletzte Ralf Schumacher geht zu Toyota.

Für BAR-Honda ist Buttons Wechsel ein herber Rückschlag. In diesem Jahr gelang dem Piloten der Durchbruch, da auch das Team riesige Fortschritte machte und ihm ein konkurrenzfähiges Auto gab. In der Fahrerwertung rangiert Button nach 12 Rennen hinter den Ferrari - Piloten Michael Schumacher und Rubens Barrichello an dritter Stelle.

Vor kurzem wurde die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen BAR und dem japanischen Motorenlieferanten beschlossen. «Wir glauben, dass wir Jenson Button zum Weltmeister machen können. Und wir haben mit Honda in diesem Jahr bewiesen, dass wir in die richtige Richtung gehen», sagte Richards. «Wir dachten, dass wir das gemeinsam tun.»

Mit dem Wechsel von Button zu Williams-BMW ist für Nick Heidfeld eine weitere Hoffnung geplatzt, im kommenden Jahr im Cockpit eines Topteams zu sitzen. Der Mönchengladbacher, der in diesem Jahr für das unterlegene Jordan-Team fährt, bemüht sich seit längerem, bei einem der führenden Rennställe unterzukommen. Mit Buttons Weggang eröffnet sich für Heidfeld aber auch eine Option. BAR sucht nun dringend einen Fahrer. Eventuell sogar zwei, da der Japaner Takuma Sato spektakulär, aber erfolglos fährt. Im Gespräch sind neben Heidfeld unter anderem Ex-Weltmeister Mika Häkkinen, Jarno Trulli (Renault) und David Coulthard (Mclaren-Mercedes), die ohne Vertrag für 2005 sind.

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