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BVB immer tiefer in die Krise: 0:1 beim FCK

Der hoch verschuldete Ex-Meister Borussia Dortmund hat einen Tag vor der brisanten Mitgliederversammlung einen weiteren sportlichen Tiefschlag einstecken müssen. Die Westfalen unterlagen im Bundesligaspiel beim 1. FC Kaiserslautern mit 0:1 (0:0).

dpa KAISERSLAUTERN. Der hoch verschuldete Ex-Meister Borussia Dortmund hat einen Tag vor der brisanten Mitgliederversammlung einen weiteren sportlichen Tiefschlag einstecken müssen. Die Westfalen unterlagen im Bundesligaspiel beim 1. FC Kaiserslautern mit 0:1 (0:0).

Vor 37 417 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion sorgte Ferydoon Zandi (71.) per Foulelfmeter für den vielumjubelten vierten Saisonsieg der Lauterer. Die stark ersatzgeschwächte Borussen-Elf konnte nach einem kurzen Zwischenhoch in der Meisterschaft ihre erneute Talfahrt nicht stoppen und kassierte vier Tage nach dem Pokal-Aus auch in der Liga die zweite Niederlage nacheinander. Der FCK schaffte den Sprung von den Abstiegsrängen und stellte als 14. den Anschluss an das Mittelfeld her.

"Wir müssen überleben. Das war ein richtiges Spiel gegen den Abstieg", sagte BVB-Coach Bert van Marwijk nach dem in der Schlussphase doch noch packenden Match. Hart ins Gericht ging van Marwijk, der auf insgesamt zehn Profis verzichten musste, mit einigen Leistungsträgern: "Es ist bezeichnend, wenn der eingewechselte, 17-jährige Marc-André Kruske einer der besten ist. Die Spieler, die für uns den Unterschied ausmachen können, sind nicht aufgestanden."

In der Tat zeigten Bundesliga-Debütant Patrick Kohlmann, der allerdings kurz vor der Pause verletzt ausscheiden musste, und Kruske eine starke Vorstellung. Viel zu wenig war hingegen von den teuren Stars wie Dede, Tomas Rosicky, Ewerthon oder Jan Koller, der nach seiner fünften Gelben Karte im nächsten Heimmatch gegen den SC Freiburg fehlt, zu sehen.

Das lag auch an der Kampfstärke der Pfälzer. "Wir haben den Dortmundern keinen Raum gelassen", meinte der überglückliche Lautern-Coach Kurt Jara: "Ich muss dem Team ein Kompliment machen. Wir haben jetzt eine gute Ausgangsposition für die beiden Heimspiele vor der Winterpause." Die erste Torchance seiner Mannschaft sah der Österreicher nach sieben Minuten. Doch Ex-Nationalspieler Carsten Jancker, der für den verletzten Jochen Seitz in die Mannschaft gerückt war, fand ausgerechnet im ehemaligen FCK-Keeper Roman Weidenfeller seinen Meister. Ioannis Amanatidis verfehlte mit einem Kopfball (33.) und einem sehenswerten Fallrückzieher (37.) das Tor.

Und Dortmund? Die am Dienstag im Pokal-Achtelfinale gegen Hannover ausgeschiedenen Borussen zeigten sich bemüht, es fehlte aber die Durchschlagskraft. Allen voran Florian Kringe versuchte es immer wieder mit Schüssen aus der zweiten Reihe. Der rechtzeitig genesene Rosicky scheiterte mit einem Freistoß an FCK-Torwart Tim Wiese.

Nach dem Seitenwechsel ließ Jara Jancker in der Kabine und brachte dafür Halil Altintop. Die Führung hatte jedoch zwei Mal Teamkollege Amanatidis auf dem Fuß. Zuerst konnte aber erneut Weidenfeller nach einem kapitalen Patzer von Kapitän Christian Wörns retten (49.), ehe der Grieche anschließend zu lange zögerte und mit vereinten Dortmunder Kräften gebremst wurde. Nach einem umstrittenen Foul von Markus Brzenska ließ sich Zandi die Chance nicht nehmen und erzielte mit einem unhaltbaren Elfmeter sein drittes Saisontor. Sekunden vor dem Ende hielt Wiese die drei Punkte mit einer Glanzparade gegen Kringe fest - anschließend ging er Mitspieler Lucien Mettomo an den Kragen. Der Kameruner hatte mit einem groben Schnitzer die BVB-Chance erst ermöglicht.

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