BVB nimmt Kurs auf die Zwischenrunde
Dortmund legt Holland-Komplex ab

Borussia Dortmund hat seinen Holland-Komplex abgelegt und mit dem ersten Auswärtssieg seit fast fünf Jahren in der Champions League das Tor zur Zwischenrunde weit aufgestoßen. Mit dem 3:1 (1:0)-Erfolg im Philips-Stadion gelang dem deutschen Meister im 142. Europapokal-Spiel erstmals ein Erfolg über eine niederländische Mannschaft und die souveräne Verteidigung des zweiten Platzes in der Gruppe A.

HB/dpa EINDHOVEN. Wegbereiter für den historischen Erfolg war der Tscheche Tomas Rosicky, der das 1:0 durch seinen Landsmann Jan Koller (21.) mustergültig vorbereitete und in der 69. Minute einen brillanten Sololauf zum 2:0 abschloss. Nach dem Anschlusstreffer von Remco van der Schaaf (73.) hielt in der Endsphase Torhüter Jens Lehmann mit mehreren Paraden den Sieg fest, ehe Joker Marcio Amoroso in der Nachspielzeit die Entscheidung besorgte.

Die Dortmunder präsentierten sich vor rund 25 000 Zuschauern im Philips-Stadion wie so oft in den vergangenen Wochen: selten kreativ, aber ausgesprochen effektiv. Bereits nach zweieinhalb Minuten verhinderte Lehmann mit einem tollen Reflex bei einen Kopfball von Andre Ooijer den frühen Rückstand, in der 15. Minute schoss Mateja Kezman freistehend vor dem BVB-Keeper über das Tor.

Auf der Gegenseite führte gleich die erste Dortmunder Chance zum Führungstor. Eindhovens dänischer Verteidiger Kasper Bögelund vertändelte an der Strafraumgrenze den Ball an Tomas Rosicky, und nach dessen Zuspiel konnte selbst "Chancentod" Koller praktisch nicht mehr am Tor vorbeischießen.

Danach hatte die Borussia die Partie über weite Strecken im Griff, und die Defensiv-Taktik von Matthias Sammer ging voll auf. Der Dortmunder Coach hatte mit der Nominierung von Stefan Reuter und Ahmed Madouni für die Kreativ-Kräfte Sebastian Kehl und Evanilson die Sicherheitsvariante und damit das richtige Rezept gewählt.

Eindhoven gelang in der ersten Halbzeit kein einziger Erfolg versprechender Angriff mehr, Dortmund dagegen hatte drei weitere Chancen zum Ausbau der Führung. Die größte war ein 30-Meter- Gewaltschuss des gut aufgelegten Thorsten Frings, den PSV-Keeper Ronald Waterreus mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Eindhoven den Druck, doch wieder gelang Dortmund durch Rosickys Solo von der Mittellinie aus der vorentscheidende Schlag. Nach dem schnellen Anschlusstor von van der Schaaf (73.), der mit einem 23-Meter-Schuss in den Winkel das erste PSV-Tor im laufenden Wettbewerb markierte, verlor der BVB allerdings seine Sicherheit. Mehrfach stand Lehmann im Brennpunkt, so auch bei einem Kopfball von Vennegoor (78.) - dann machte Amoroso alles klar.

Im Gegensatz zum letzten Gastspiel der Borussia in den Niederlanden - beim UEFA-Cup-Finale im Mai gegen Feyenoord Rotterdam - ging es diesmal auf den Rängen des Philips-Stadions und in der Eindhovener Innenstadt völlig friedlich zu. Bereits an der Grenze baute die Polizei erste Kontrollstellen auf, später wurden die rund 1500 Dortmunder Fans geschlossen von mehreren Hundert Polizisten ins Stadion geleitet. So kamen sie erst gar nicht mit den PSV-Anhängern in Berührung.

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