BVB sieht sich im Vorteil
Die Liga jagt Klose

Vier Bundesliga-Spitzenclubs buhlen um Miroslav Klose. Neben Bayern München und Hertha BSC bekundeten nun auch Bayer Leverkusen und vor allem Borussia Dortmund großes Interesse an einer Verpflichtung des 25-jährigen Nationalstürmers vom 1. FC Kaiserslautern.

HB/dpa KAISERSLAUTERN. Nach Informationen des "kicker" (Montagausgabe) ist es bereits zu ersten Gesprächen zwischen BVB-Manager Michael Meier und FCK-Vorstandschef René C. Jäggi gekommen. "Ich habe angefragt, wie die Situation um Klose aussieht", erklärte Meier.

Auch Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge möchte bald Klarheit haben. "Der Spieler hat sich noch nicht entschieden, wohin er gehen will. Aber er wird sich irgendwann entscheiden müssen", sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeisters.

Leverkusens Manager Reiner Calmund hat ebenfalls Interesse angemeldet. "Er ist ein Spieler, dem in Deutschland die Zukunft gehört. Klose möchte jeder verpflichten." Allerdings habe Bayer das Investitionsvolumen für diese Saison ausgeschöpft und könne daher auf keinen Fall mitbieten, sollte es bereits in der Winterpause ernst werden. "Wir würden ihn gerne verpflichten, aber wenn das im Winter über die Bühne geht, ist sicherlich Bayern München der Favorit", sagte Calmund.

Dies sieht man in Dortmund ganz anders. "Wenn bei uns unbedingter Bedarf bestünde, hätten wir wohl die besseren Karten", sagte Meier der dpa. Allerdings wäre der deutsche Meister nicht bereit, Klose um jeden Preis zu verpflichten. Man werde nicht fünf oder sechs Mill. ? zahlen, nur weil ein junger Deutscher mit Perspektive auf dem Markt sei.

Die finanziell schwer angeschlagenen Pfälzer benötigen jeden Cent, nachdem die Klose-Transferrechte für fünf Mill. ? an die Lotto Rheinland GmbH-Pfalz veräußert worden sind. Klose, dessen Vertrag in Kaiserslautern bis zum Sommer 2005 läuft, darf den Verein für diese Summe vorzeitig verlassen.

Allerdings schließt sein Berater Michael Becker einen Wechsel in der Winterpause aus. Denkbar ist jedoch folgendes Modell: Der momentan verletzte Stürmer spielt noch bis zum Saisonende in Kaiserslautern, sein neuer Arbeitgeber überweist aber schon Anfang 2003 den Großteil der auszuhandelnden Ablöse und hilft damit den klammen Pfälzern aus der Not.

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