BVB-Torwart Lehmann droht ein Nachspiel
Dortmund bleibt erster Bayer-Jäger

Sechs starke Minuten haben Borussia Dortmund beim Gastspiel in Freiburg gereicht, um im Rennen um die Deutsche Meisterschaft zu bleiben. Nach dem 5:1 (1:1)-Kantersieg beim abstiegsgefährdeten SC Freiburg am Sonntag bleibt der UEFA-Cup - Viertelfinalist mit einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Bayer Leverkusen in Lauerstellung, während die Breisgauer nach dem achten sieglosen Spiel in Folge weiter auf einem Abstiegsplatz rangieren.

dpa FREIBURG. Nach der frühen Führung von Levan Kobiaschwili (9.) und dem Ausgleich durch Evanilson (15.) war die Mannschaft von Trainer Volker Finke vor 25 000 Zuschauern im Dreisamstadion lange gleichwertig, bevor Dede (64.), Torjäger Marcio Amoroso (66.) und Jan Koller (69., 70.) den Untergang der Gastgeber besiegelten. "Das war ein wichtiger Sieg für uns, denn wir wollen oben dabei bleiben", sagte der frühere Freiburger Sebastian Kehl, der von den SC-Fans mit einem Pfeifkonzert empfangen worden war.

In der Schlussphase der Meisterschaft muss Dortmund nun allerdings um seinen Torhüter Jens Lehmann bangen. Für die Nummer eins der Borussen dürfte die Partie ein Nachspiel haben. Er leistete sich in der 20. Minute eine Tätlichkeit gegen Soumaila Coulibaly, die von Schiedsrichter Herbert Fandel (Kyllburg) unbeobachtet blieb. Lehmann war bei einer Rettungstat mit dem frei vor ihm aufgetauchten Stürmer aus Mali zusammengestoßen und hatte noch im Liegen übel nachgetreten. Der Schiedsrichter-Lehrwart des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Eugen Strigel, kündigte an, dass Lehmann für diese von den Fernsehkameras festgehaltene Aktion auch nachträglich gesperrt werden kann: "Wenn's der Schiedsrichter gesehen hätte, wäre es eine klare rote Karte und ein Elfmeter gewesen."

Das Unheil brach innerhalb von sechs Minuten über Freiburg herein, nachdem sich die ersatzgeschwächten Gastgeber eine Stunde lang als gleichwertiger Gegner präsentiert hatten. Als der SC durch eine Freistoßtor von Kobiaschwili in Führung (9.) ging, schien BVB-Trainer Matthias Sammer für seine Risiko-Bereitschaft bestraft zu werden. Sammer hatte seine Mannschaft nach dem 0:0 gegen Slovan Liberec auf fünf Positionen verändert und sowohl Ewerthon als auch Torjäger Amoroso zunächst auf der Bank gelassen. Nach dem Ausgleich durch einen eleganten Heber des auf überraschend auf der Rechtsaußen- Position aufgebotenen Evanilson (15.) stand zur Pause nur ein 1:1 zu Buche.

Danach aber machte Dortmund ernst. Nachdem Golz-Ersatz Timo Reus in seinem dritten Bundesliga-Spiel zunächst noch gegen Koller retten konnte (63.), versetzten ihm Dede (64.), der eingewechselte Amoroso mit seinem 15. Saisontor (66.) und Koller im Doppelpack (69., 70.) den K.o.-Schlag. Amoroso, der nach seiner Einwechslung in der 60. Minute außerdem noch zwei Vorlagen zum Torefestival beigesteuert hatte, stellte sich ganz in den Dienst der Mannschaft: "Ich glaube, das war ganz gut von uns. Jetzt müssen wir nur ruhig bleiben."

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