BVB will sich für Hinspielpleite rehabilitieren
Das Vorspiel hat begonnen

Trommeln gehört zum Geschäft. Doch was man vor dem Gastspiel der Bayern in Dortmund dieser Tage aus München hört, bringt den einen oder anderen BVB-Verantwortlichen etwas auf die Palme. Und so wird der Ton im Vorfeld des Prestige-Duells schärfer.

HB DORTMUND. "Aussagen über den Marktwert unserer Spieler sind in meinen Augen geschäftsschädigend und unfair", sagte BVB-Sportmanager Michael Zorc am Mittwoch. Damit reagierte er auf Statements von Uli Hoeneß über die Transferpläne der Borussia. Der Bayern-Manager hatte öffentlich angezweifelt, dass "irgendein Mensch auf der Welt" BVB - Spielmacher Tomas Rosicky kaufen wolle.

Dass Hoeneß wenige Tage vor der Partie im mit 83 000 Zuschauern ausverkauften Westfalenstadion Interesse an Dortmunds Fußball-Nationalspieler Torsten Frings äußerte, stieß bei Zorc ebenfalls auf wenig Begeisterung. "Erst wollen sie Dede, jetzt vielleicht Frings. Mal sehen, wer es morgen ist. Wenn sich die Bayern für unsere Spieler interessieren, sollen sie sich erst einmal klar werden, für welchen." Zorc wollte den Verkauf von Frings "in der heutigen Zeit" zwar nicht kategorisch ausschließen, unterstrich aber dessen Bedeutung: "Für uns ist er so wichtig wie Roy Makaay für die Bayern. Wir wollen ihn nicht abgeben."

Der Dortmunder Sportmanager hofft, dass sich die Mannschaft nicht von den verbalen Sticheleien aus München beeindrucken lässt: "Immer wenn es Richtung Meisterschaft geht, fahren die Bayern die gleiche Tour." Anders als beim 1:4 im November in München, wo die Borussia auf 13 Spieler verzichten musste, soll sie diesmal die Antwort auf dem Platz geben: "Im Hinspiel waren wir chancenlos. Das wird am Samstag anders sein."

Angesichts dieser Kampfansage gen Süden käme es der Borussia natürlich gerade Recht, wenn die Bayern auf ihren großen Rückhalt verzichten müssten: Fußball-Nationaltorhüter Oliver Kahn hat einen gesundheitlichen Rückschlag erlitten und konnte am Mittwoch wegen seiner Schienbeinprellung nicht am Mannschaftstraining des FC Bayern. Sein Einsatz in der Partie am Samstag in Dortmund ist aber offenbar nicht gefährdet. "Normalerweise kann er spielen", sagte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld. Kahn hatte sich die Blessur vergangenen Samstag gegen den FC Schalke 04 (2:1) zugezogen. Nach intensivem Training am Vortag absolvierte der 34-Jährige wegen Schmerzen am Mittwoch nur Lauftraining.

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