BVI: Deutschland beim Fondsvermögen europaweit in der Spitzengruppe

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BVI: Deutschland beim Fondsvermögen europaweit in der Spitzengruppe

Deutschland nimmt beim Fondsvermögen europaweit eine Spitzenposition ein. Mit einem Volumen von ...

Deutschland nimmt beim Fondsvermögen europaweit eine Spitzenposition ein. Mit einem Volumen von 822 Mrd. Euro am 31. 12. 2003 liegt der deutsche Investmentstandort nach Frankreich (1.008 Mrd. Euro) und Luxemburg (953 Mrd. Euro) auf dem dritten Platz. Insgesamt wuchs das in Europa in Investmentfonds verwaltete Vermögen im vergangenen Jahr um 12% auf 4.752 Mrd. Euro und erreichte eine historische Rekordmarke. Dies ist der per Ende 2003 erstellten Statistik der Europäischen Investmentvereinigung FEFSI zu entnehmen. Das Fondsvermögen erhöhte sich in Europa laut FEFSI aufgrund starker Nachfrage nach Renten-, Geldmarkt- und Immobilienfonds im ersten Halbjahr 2003 sowie der in der zweiten Jahreshälfte wieder aufgelebten Popularität der Aktienfonds.
Fast 80% des von der europäischen Investmentindustrie verwalteten Vermögens entfiel auf europaweit harmonisierte Fonds (OGAW, d.h. Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren), wie z.B. Aktienfonds (1.163 Mrd. Euro), Rentenfonds (1.034 Mrd. Euro), gemischte Fonds (470 Mrd. Euro) und Geldmarktfonds (668 Mrd. Euro). Interessant ist ein Blick auf die Gewichtung der unterschiedlichen Asset-Klassen im europäischen Vergleich. Danach liegt der Anteil von Aktienfonds in Deutschland mit 44% an allen OGAW überdurchschnittlich hoch. Im europäischen Mittel weist die FEFSI-Statistik 34% auf.
Bei Renten- und Geldmarktfonds liegt Deutschland jeweils in etwa auf dem Niveau des europäischen Durchschnitts. Etwa 31% der deutschen Assets liegen in Rentenfonds (Europa: 30%) und 18% in Geldmarktfonds (Europa: 20%). Auffällig ist, dass die deutschen Privatanleger gemischten Fonds sehr zurückhaltend gegenüberstehen. Während ihre europäischen Nachbarn etwa 14% des Fondskapitals in diese OGAW investieren, werden hierzulande nur 6% in gemischten Produkten angelegt.
Die nicht OGAW-konformen Fonds, d.h. für einzelne Länderspezifische Produkte, verzeichneten in 2003 europaweitein Vermögen von 1.048 Mrd. Euro. Drei Fünftel davon, nämlich 620 Mrd. Euro, entfallen dabei auf deutsche Fonds, insbesondere Offene Immobilienfonds und Spezialfonds. Auch beim Netto-Mittelaufkommen der "Nicht- OGAW" dominiert Deustchland: Die beiden deutschen Fondsgruppen trugen im vergangenen Jahr mit 38,1 Mrd. Euro - neben Österreich (1,1 Mrd. Euro), der Schweiz (0,3 Mrd. Euro) und Dänemark (1,3 Mrd. Euro) - nahezu vollständig zum europaweiten Mittelaufkommen der nicht OGAW-konformen Fonds in Höhe von 37,8 Mrd. Euro bei. Italien, Luxemburg, Schweden und das Vereinigte Königreich verzeichneten Netto-Mittelabflüsse von zusammen 3,0 Mrd. Euro.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 08.03.2004

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