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BVK: Jahresstatistik zum deutschen Private Equity-Markt 2003

Die Private Equity-Aktivitäten in Deutschland blieben im Jahr 2003 mit einem Investitionsvolumen ...

Die Private Equity-Aktivitäten in Deutschland blieben im Jahr 2003 mit einem Investitionsvolumen von 2,6 Mrd. € nahezu konstant. Stark schloss das 4. Jahresquartal ab, in dem Investitionen i.H.v. 1,1 Mrd. € getätigt wurden. Das Portfolio (insgesamt investiertes Kapital) der BVKMitgliederper 31. 12. 2003 stieg gegenüber 2002 um 10,7% auf 17,9 Mrd. €.
In die Jahresstatistik flossen die Angaben der 187 ordentlichen Mitglieder des BVK sowie elf weiterer Private Equity-Gesellschaften (Nicht-Mitglieder) ein. Die erfassten Gesellschaften tätigten im Jahr 2003 Neuinvestitionen i.H.v. 2,6 Mrd. € und lagen damit knapp 4% unter dem Vorjahresniveau (rund 2,7 Mrd. €). Insgesamt 140 Mio. € entfielen auf Fonds-in-Fonds-Investitionen. 2,4 Mrd. € wurden in 876 vor allem kleine und mittlere Unternehmen direkt investiert. Der deutliche Anstieg der Aktivitäten im 4. Quartal wird als positives Signal auch für das laufende Jahr gesehen. Während der Buy-out-Markt vor allem von großen Transaktionen lebt, scheine im Venture Capital-Markt und hier vor allem im Early stage-Bereich der Tiefpunkt im Investitionsgeschehen durchschritten zu sein.
Der Trend zu großen Buy-out-Transaktionen führt zu deutlichen Strukturveränderungen bei den Bruttoinvestitionen nach Branchen. Die traditionellen Branchen (Dienstleistungen 30,3%, Kommunikationstechnologien 11,5%, Maschinen- und Anlagenbau 7,5%, Chemie/Werkstoffe 6,7%) dominierten gegenüber den High-Tech-Branchen (Informations-, Kommunikations- und Biotechnologie sowie Medizintechnik: 25,4%). Damit verlor der High-Tech-Bereich, der im Vorjahr noch 32,3% ausmachte, an Gewicht.
Das Fondsvolumen der erfassten Gesellschaften stieg im abgelaufenen Jahr auf 39,9 Mrd. € (Vorjahr: 33,3 Mrd. €). Das Fundraising erreichte 2003 ein Volumen von 6,4 Mrd. €. Gegenüber dem Vorjahr konnte damit rund 73% mehr Kapital eingeworben werden. Allerdings entfielen davon 79,7% (5,1 Mrd. €) auf einen pan-europäischen Fonds.
Das Gesamtjahr 2003 verzeichnet Abgänge i.H.v. 0,8 Mrd. €. Gegenüber 2002 (2,1 Mrd. €) sind sie deutlich um fast zwei Drittel zurückgegangen. Ein Großteil der Exits (40%) waren wie im Vorjahr Totalverluste, die mit 330 Mio. €aber ebenfalls nur etwa einem Drittel der Verluste des Vorjahres (1 Mrd. €) entsprechen.
Für 2004 prognostiziert der Verband eine Belebung des Private Equity-Marktes, wenn auch mit unterschiedlicher Ausprägung in den einzelnen Marktsegmenten. Der Buy-out-Markt werde weiterhin durch sehr große Transaktionen dominiert werden. Innerhalb des Venture Capital-Marktes sei davon auszugehen, dass das Later stage-Segment an Volumen zunimmt und das Early stage-Segment sich weiter verhalten entwickelt. Das habe negative Wirkungen auf die notwendige Schaffung einer neuen Innovations- und Technologie orientierten Unternehmensgeneration.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 01.03.2004

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