BW-Bank-Chef befürchtet Interessenkonflikte
Wechsel an Spitze des Bankenverbands sicher

Frank Heintzeler, Vorstandssprecher der Baden- Württembergischen Bank (BW-Bank), hat seinen Rücktritt als Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken offiziell bestätigt. Er wolle damit nach der Übernahme der Mehrheit der BW-Bank durch die Landesbank Baden-Württemberg der Gefahr einer Interessenkollision vorbeugen, sagte Heintzeler am Dienstag in Stuttgart.

dpa STUTTGART. Gleichzeitig kündigte er an, dass nach einem Einbruch im 3. Quartal die November- Ergebnisse der BW-Bank deutlich über den Erwartungen liegen würden. "Im 4. Quartal ist die Bank wieder auf den gewohnten Wachstumspfad eingeschwenkt", sagte er. Die Dividende werde deshalb unverändert bleiben.

Heintzelers Nachfolger als Sprecher des privaten Bankgewerbes soll nach Informationen vom Bankenplatz Frankfurt an diesem Freitag Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer werden. Der Chef der öffentlichen LBBW, Hans Dietmar Sauer, ist zugleich Präsident des Verbandes öffentlicher Banken. "Auch wenn die BW-Bank eine private Bank in der Rechtsform einer AG bleiben wird, könnte sich in Bezug auf die Vertretung der Interessen der privaten Banken potenziell ein Konflikt ergeben", erklärte Heintzeler. Auf die Frage, wie er seine weitere persönliche Zukunft bei der BW-Bank sehe, antwortete er: "Rosig." Er sei gebeten worden, seinen noch zwei Jahre laufenden Vertrag weiter auszufüllen und gedenke dies zu tun.

Zur weiteren Zusammenarbeit mit der Landesbank, die mit Wirkung vom 1. Januar 2002 50,6 % an der BW-Bank halten wird, wollte sich der BW-Chef noch nicht abschließend äußern. Zur Zeit werden die Möglichkeiten für Gemeinsamkeiten vor allem bei Abwicklungsplattformen untersucht. Die Synergieeffekte werden laut BW-Bank im nächsten Jahr noch nicht ertragswirksam. Die BW-Bank will unter Ausnutzung der Fluktuation im kommenden Jahr rund 100 der 2100 Arbeitsplätze abbauen.

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