BWLer-Schmiede in feudalem Ambiente
Studieren in Mannheim

Studieren, wo einst Könige und Großfürsten residierten - diese Möglichkeit würde man in der Industrie- und Arbeiterstadt Mannheim kaum vermuten. Doch die rund 11 000 Studierenden verschiedener Fachrichtungen lauschen ihren Vorlesungen und Seminaren im Mannheimer Schloss - dem größten Barockschloss weltweit.

MANNHEIM. Neben den feudalen Räumlichkeiten bietet die Universität Mannheim sehr gute Studienbedingungen in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften: Im Hochschulranking von "Stern" und dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) belegt Mannheim in diesen Fachgebieten vordere Plätze. Überhaupt ist die Stadt eine Hochburg für BWLer. Das liegt nicht nur an einigen renommierten Profs, sondern auch an den zahlreichen Großunternehmen, die einen frühen Brückenschlag zur Praxis erlauben.

Seit einigen Jahren engagieren sich Unternehmen wie MLP, KPMG oder die MVV Energie AG zudem für die Renovierung des weltweit größten Barockschlosses - willkommene Finanzspritzen angesichts knapper werdender Landeszuschüsse. Die Firmen bieten BWL-Studenten bereits während des Studiums exklusive Praktika oder Nebenjobs - und damit wertvolle Kontakte. Sozialwissenschaftler wiederum haben die Möglichkeit, als Hilfswissenschaftler erste Arbeitserfahrung in den renommierten Forschungsinstituten Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES), Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sowie dem Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) zu sammeln.

Studium internationale

Auch wer einen internationalen Abschluss anstrebt, ist in Mannheim an der richtigen Adresse. Seit kurzem bietet die Uni die Möglichkeit, den "European Master of Business Administration" zu erwerben. Das Besondere daran: Innerhalb eines Jahres studieren die Teilnehmer nicht nur an der Mannheimer Uni, sondern auch an den renommierten Wirtschaftsschulen Ecole Supérieure des Sciences Economiques et Commerciales (ESSEC) nahe Paris und an der britischen Warwick Business School (WBS). Als eine der ersten deutschen Unis bot Mannheim auch Bachelor-Abschlüsse in den Geisteswissenschaften und der Informatik an. Ähnlich attraktiv: die drei englischsprachigen Studiengänge der Juristen.

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Eine weitere Besonderheit: die enge Verzahnung von geistes- und wirtschaftswissenschaftlichen Studieninhalten. Geisteswissenschaftler können verschiedene Wahlfächer im Bereich der Wirtschaftswissenschaften belegen; umgekehrt können BWLer ohne Probleme in die Welt der schönen Künste hineinschnuppern.

Nicht zuletzt wegen solcher Angebote zieht es immer mehr Studierende nach Mannheim. Unangenehmer Nebeneffekt: überfüllte Studentenwohnheime. Doch dies ist kein Grund, der Stadt den Rücken zu kehren. An die Innenstadt angrenzende Stadtteile, beispielsweise die Schwetzinger Vorstadt oder die Neckarstadt, locken nicht nur mit erschwinglichen Mietpreisen, sondern auch mit renovierten Altbauten.

Und trotz des eher schlechten Rufs als Industrie- und Arbeiterstadt hat Mannheim mehr Kultur- und Nachtleben zu bieten als das romantische, aber eher verschlafene Heidelberg in unmittelbarer Nachbarschaft.

Getränkepreise abhängig von Angebot und Nachfrage

Wer sich ins Nachtleben stürzt, muss sich allerdings zuvor mit einer Mannheimer Besonderheit vertraut machen: der Aufteilung der Mannheimer City in Quadrate. Wer nicht gleich zu Anfang die dahinter steckende Systematik durchschaut, wird es schwer haben, angesagte Kneipen wie das Flic Flac in B2 oder das Broker's Inn in P7 zu finden. Letzteres ist schon deswegen ein Besuch wert, weil die Getränkepreise wie an der Börse gemäß Angebot und Nachfrage steigen oder fallen. Allerdings gilt hier: Je mehr Leute ein Getränk schlürfen, desto billiger wird's. Aber auch außerhalb der Quadrate sitzt es sich im Sommer gemütlich, beispielsweise im Flugplatzrestaurant Lindbergh in Neuostheim. Ganz nebenbei lassen sich da Abflüge von Kleinmaschinen Richtung Berlin oder Hamburg beobachten.

Will man die romantische Seite der Region kennenlernen, ist man in nur knapp zehn Minuten mit dem Zug in Heidelberg - dank Semesterticket für wenig Geld. Welche kulturellen Ereignisse sich in Mannheim oder Heidelberg abspielen, steht im Stadtmagazin "Meier". Immer wieder tauchen hier in der Mannheimer Neckarstadt gelegene Veranstaltungsorte auf, besonders der in den "goldenen Zwanzigern" erbaute Lichtspielpalast "Capitol" oder das Kulturzentrum "Alte Feuerwache". Aber auch im großen Ehrenhof des Barockschlosses besteigen musikalische Größen wie Elton John oder Whitney Houston die Bühne. Doch die Studierenden kehren ohnehin abends freiwillig an die Uni zurück - zumindest donnerstags. Da steigen im Barockschloss die legendären Unifeten. Während sich in der Winterzeit alle in die urigen Katakomben des Schlosses zurückziehen, wird in den Sommermonaten laut und ausgiebig im sogenannten "Schneckenhof" - einem kleinen Innenhof der ehemaligen Kurfürstenresidenz - gefeiert.

Fragen zur Uni-Stadt Mannheim? Mail an: bheilig@rumms.uni-mannheim.de

Links

Offizielle Homepage der Universität Mannheim

www.uni-mannheim.de/sport:
Informationen über das aktuelle, weitgehend kostenlose Sportangebot für Studenten

www.uni-mannheim.de:
Infos über Studentenwohnheime

www.mba.uni-mannheim.de/ext/studwerk:
Infos über den Studienabschluss Master of Business Administration

www.morgenweb.de:
Die Lokalzeitung "Mannheimer Morgen" informiert hier wöchentlich über Neuigkeiten aus allen Mannheimer Hochschulen

www.meier-online.de:
Das Stadtmagazin Meier informiert über Termine kultureller Veranstaltungen in der Region

www.mannheim.de:
Offizielle Homepage der Stadt Mannheim

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