Call-by-Call hat Telekom seit 1998 stark zugesetzt
Monopol knacken mit fünf bis sieben Tasten

Eine fünf- bis siebenstellige Vorwahl eingeben - schon können Verbraucher über neue Anbieter telefonieren, faxen oder im Internet surfen.

afp BERLIN. Vor allem durch dieses Call-by-Call getaufte Angebot haben Konkurrenten wie Mobilcom (01019), Talkline (01050), 3U (01078) oder Newcomer wie Telestunt (0190076) und Pennyphone (0190024) der Telekom auf Fern- und Auslandsstrecken seit 1998 Kunden abspenstig gemacht.

Auf Widerstand stießen nun aber Pläne von Bundewirtschaftsminister Werner Müller (parteilos), mit Call-by-Call auch im Ortsnetz für Wettbewerb zu sorgen. Dort hat die Deutsche Telekom noch einen Marktanteil von 97 Prozent.

Für die rasche Ausbreitung von Call-by-Call seit dem Start der Liberalisierung des deutschen Telefonmarktes hat gesorgt, dass es für Nutzer keine feste Bindung an einen Anbieter gibt. Damit können Kunden jedes Mal neu entscheiden, mit welcher Firma sie telefonieren wollen. Nur wenige Unternehmen verlangen heute noch eine Anmeldung.

Während sich die Unternehmen einen harten Preiskampf um Marktanteile liefern und erste Firmen Insolvenz anmelden mussten, konnten sich die Verbraucher freuen: Von Ende 1997 bis Anfang dieses Jahres sanken die Tarife etwa für Ferngespräche in Deutschland an Werktagen je nach Tageszeit und Telefon-Verkehrsaufkommen nach Angaben der Bonner Regulierungsbehörde bis zu 90 Prozent; auch bei Auslandsverbindungen gingen die Preise klar zurück.

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