Calmund: "Etwas gut machen"
Leverkusen: "Entscheidungsschlacht" gegen Piräus

Bayer Leverkusen will den 2:6-Albtraum gegen Olympiakos Piräus vergessen machen und den Traum vom erneuten Einzug in die zweite Champions-League-Runde verwirklichen. "Wir haben nach diesem rabenschwarzen Tag in Athen noch etwas gut zu machen", fordert Bayer-Manager Reiner Calmund vor dem Rückspiel gegen den griechischen Meister an diesem Dienstag (20.45 Uhr).

HB/dpa LEVERKUSEN. Für ihn wäre der Sprung in die Zwischenrunde nicht nur ein Image-Gewinn nach vielen miserablen Darbietungen, er hätte auch Langzeiteffekt: "Dies gäbe auch für den Rest der Bundesliga-Rückrunde Aufwind und Sicherheit."

Auftrieb hat der Champions-League-Finalist der vorigen Saison durch das 1:1 beim Bundesliga-Rivalen Hertha BSC bekommen. "Darauf kann man spielerisch und kämpferisch aufbauen. Es war gut für die Zukunft", glaubt Calmund. Allerdings weiß er auch, dass in den bisher 15 Pflichtspielen nach zaghaften Ansätzen zu Höhenflügen immer wieder herbe Enttäuschungen gefolgt sind. "Deshalb sind wir nur erleichtert und nicht glücklich", sagte der Zwei-Zentner-Mann, der nach dem ansprechenden Auftritt in Berlin zumindest innerlich "25 Saltos" geschlagen hat.

Keinen Zweifel am Erfolg gegen Piräus, das nach vierwöchigem Streik in der griechischen Liga zuletzt ein 1:1 bei PAOK Saloniki erreichte und auf deutschem Boden noch nie gewinnen konnte, hat Klaus Toppmöller. "In die Entscheidungsschlacht ziehen wir guten Mutes. Wir haben alles in der Hand", sagte der Bayer-Coach in der Manier eines Feldherrn. Und dies nach den Auftakt-Niederlagen gegen Olympiakos und den souveränen Ersten der Gruppe F, Manchester United. Nur Dynamo Kiew schaffte es 1999, nach zwei anfänglichen K.o.-Schlägen doch noch in Runde zwei der "Königsklasse" einzuziehen.

Sorgen um Ramelow

Allerdings muss Toppmöller das Weiterkommen wohl ohne Carsten Ramelow realisieren. Der Nationalspieler fehlte schon in Berlin wegen einer Magen- und Darmgrippe. Für ihn würde Hanno Balitsch ins Team rücken. Auf jeden Fall nicht mit von der Partie ist der brasilianische Stürmer Franca, der zuletzt zwei Mal in der Anfangself stand, aber wie ein Anfänger auftrat. "Ganz klar: Dimitar Berbatow wird spielen", kündigte Toppmöller die Hereinnahme des Bulgaren an.

Nicht ganz fit ist Abwehrspieler Zoltan Sebescen, der bei Hertha BSC nach 25 Minuten wegen einer Muskelverhärtung das Feld verlassen musste. Langfristig muss Toppmöller den Kroaten Jurica Vranjes ersetzen, der einen Bandscheibenvorfall erlitt. "Er wird wohl bis Ende des Jahres ausfallen", berichtete Calmund.

Heimlich einkalkuliert hat der Bayer-Manager auch den Fall, dass das zum Greifen nahe Zwischenrunden-Ziel noch verfehlt wird. "Wir haben nur die erste Gruppenphase im Etat vorgesehen", erklärte Calmund. Auch bei einer Niederlage gegen Piräus, die dann nur noch mit einem Sieg am 13. November bei Manchester United wett zu machen wäre, würde er nicht kapitulieren: "Im Fußball ist alles möglich." Dies hofft auch Olympiakos neuer Trainer Gianni Kollias, der seinen erfolglosen Vorgänger Panagiotis Lemonis ablöste. "Wir stehen unter großem Druck", sagte der 69-jährige Kollias, der am Rhein auf den Rot gesperrten Ex-Leverkusener Zé Elias verzichten muss.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Bayer 04 Leverkusen: Butt - Sebescen, Juan, Lucio, Placente - Schneider, Ramelow (Balitsch), Bastürk, Babic - Neuville, Berbatow

Olympiakos Piräus: Eleftheropoulos - Mavrogenidis, Dracena, Patsatzoglou, Anatolakis, Venetidis - Giannakopoulos, Karembeu, Zetterberg, Djordjevic - Choutos

Schiedsrichter: Trentalange (Italien)

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