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Caravan-Salon in Düsseldorf

Düsseldorf (dpa/gms) - Der Caravan-Salon in Düsseldorf gilt als weltweit größte Schau rund um das mobile Reisen. Hier wird auch in diesem Jahr (28. August bis 5. September) wieder gezeigt, was bei Reisemobilen und Caravans die Trends der nahen Zukunft sind.

Düsseldorf (dpa/gms) - Der Caravan-Salon in Düsseldorf gilt als weltweit größte Schau rund um das mobile Reisen. Hier wird auch in diesem Jahr (28. August bis 5. September) wieder gezeigt, was bei Reisemobilen und Caravans die Trends der nahen Zukunft sind.

Dabei ist die Richtung grundsätzlich klar: Zum einen werden die Hersteller sich den Wünschen der Kunden nach preiswerten Modellen beugen müssen. Zum anderen wollen sie versuchen, ihre Produkte mit aktuellen Design-Ideen und neuen praktischen Lösungen fit für die nächste Reisesaison zu machen.

«Es gibt im Moment einen Boom an Importen billiger Reisemobile aus dem Ausland», sagt Markus Winter, Sprecher des Herstellers T.E.C. in Sassenberg in Nordrhein-Westfalen. Die hiesigen Hersteller versuchen deshalb mit entsprechenden Angeboten, die Caravaner stärker für einheimische Produkte zu interessieren. T.E.C. will unter anderem eine neue Reihe preiswerter teilintegrierter Reisemobile vorstellen.

Auch bei Hymer in Bad Waldsee in Baden-Württemberg hat man sich Gedanken über preiswerte Modelle gemacht. So wird die Baureihe der Alkoven-Reisemobile Camp um ein Modell mit der Zusatzbezeichnung Classic erweitert, bei dem unter anderem ein eckigerer und daher einfacher zu fertigender Aufbau für günstigere Preise sorgen soll.

Neben dem verstärkten Angebot preiswerter Modelle gehe der Trend weiter zu so genannten kompakten Reisemobilen, sagt Ralph Binder vom Caravan Industrie-Verband (Civd) in Kriftel in Hessen. Gemeint sind dabei vornehmlich Fahrzeuge bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen und einer Länge unter sechs Metern. Reisemobile eben, die sich auch beim alltäglichen Einsatz nicht als allzu sperrig und unhandlich erweisen. Neben teilintegrierten Modellen handelt es sich dabei vielfach um ausgebaute Kastenwagen.

«Auffällig ist auch ein Trend zu mehr Familienfreundlichkeit bei den Grundrissen», sagt Viktoria Groß vom Deutschen Camping-Club in München. «Es gibt beispielsweise mehr Grundrisse mit drei Kinderbetten.» Auch seien in den Innenräumen neue Detaillösungen zu sehen. Ein Beispiel ist die so genannte Multifunktionssäule. Sie dient zum einen als Raumteiler. Zum anderen lassen sich hier ein TV-Bildschirm und eine Klimaanlage integrieren. Beim Außendesign versucht man sich von den klassischen Dezent-Tönen zwischen Crème und Weiß zu entfernen. «Die Hersteller werden farbentechnisch mutiger und versuchen auszuloten, was sie den Kunden zumuten können.»

Daneben werden auch gänzlich neue Design-Ideen getestet, mit denen vor allem eine jüngere Generation an Caravanern interessiert werden soll. So will Knaus aus Jandelsbrunn in Bayern in Düsseldorf den YAT (Young Activity Trailer) zeigen, vorerst als Studie deklariert. Das kantige Gefährt mit der Aluminium-Optik stellt laut Knaus eine Zwischenlösung zwischen Transporter und Wohnwagen dar.

«Man kann beispielsweise während der Fahrt nach Italien ein Motorrad im YAT transportieren», so Knaus-Sprecher Thomas Breinfalk. «Ist man dort angekommen, lässt sich der YAT als vollwertiger Wohnwagen nutzen.» Ob aus der Studie einmal eine Serie wird, sollen auch die Publikumsreaktionen in Düsseldorf entscheiden. Ohnehin zeigt sich gerade Knaus in diesem Jahr experimentierfreudig. Das beweist auch die neue teilintegrierte Reisemobil-Baureihe Sun TI. Die hebt sich einerseits durch ihren Lack in Hellblau-Metallic von der übrigen Reisemobil-Auswahl ab. Eine neue Idee ist andererseits auch das zu öffnende Glasdach über der Fahrerkabine.

Neben solchen Aufsehen erregenden Fahrzeugen wird es wie üblich bei allen Herstellern und in allen Fahrzeugklassen Neues geben. Die Palette reicht vom Nobel-Wohnwagen Puccini aus dem Hause Tabbert bis hin zum ersten vollintegrierten Reisemobil von T.E.C.. Letzteres soll sich neben einem modernen Design vor allem durch eine nahezu komplette Serienausstattung auszeichnen.

Und natürlich werden auch Modelle für mobile Reisende zu sehen sein, die nicht auf den Euro schauen müssen. So will Vario Mobil aus Bohmte in Niedersachsen zum Caravan-Salon ein Fahrzeug fertig stellen, das auf manchem Campingplatz wirken dürfte wie ein Rolls-Royce vor dem Aldi-Markt.

Zu den Kennzeichen des 10,5 Meter langen Reisemobils zählt neben zwei seitlich ausfahrbaren Erkern für mehr Platz im Innenraum auch eine Heckgarage für ein Auto bis zur Größe des Smart-Roadsters. «Innen gibt es außerdem eine Komplettausstattung», so Sprecher Frank Mix. Unter anderem sind Warmwasser-Fußbodenheizung, ein Bad aus crèmefarbenem Marmor und Lederpolster an Bord. Der Preis soll bei etwa 450 000 Euro liegen.

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