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Castor-Transport nach Gorleben in Frankreich gestartet

Nach vierjähriger Unterbrechung ist in der Nähe der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague erstmals wieder ein Atommülltransport nach Deutschland gestartet.

Reuters VALOGNES. Nur wenige Atomkraftgegner mit Transparenten hatten sich am Montagmorgen an der Bahnstrecke versammelt, als sich der Transport im französischen Valognes in Bewegung setzte. Auf einem Transparent stand zu lesen: "La Hague - Die Mülltonne quillt über". Zur Sicherung des Zuges waren Polizisten in zwei Bahnwagen und zusätzliche 200 Beamte an der Strecke im Einsatz. Es kam jedoch zu keinen Auseinandersetzungen zweischen Atomkraftgegnern und den Sicherheitskräften.

Die Castorbehälter werden am späten Abend nördlich von Straßburg die deutsche Grenze passieren und am Dienstagabend an der Verladestation im niedersächsischen Dannenberg erwartet. Von der Verladestation werden die sechs Castor-Behälter voraussichtlich am Mittwoch mit Tiefladern auf der Straße ins 20 Kilometer entfernte Zwischenlager Gorleben gebracht. Zahlreiche Anti-Atomkraftinitiativen und Umweltverbände bereiten sich seit Wochen auf Proteste vor. Auch zahlreiche Blockaden sind geplant. Am Wochenende hatten rund 10 000 Atomkraftgegner gegen den Castor-Transport und den ihrer Meinung nach unzureichenden Atomkonsens der rot-grünen Bundesregierung mit der Stromwirtschaft protestiert. Polizei und Bundesgrenzschutz sind in der Region Gorleben mit mehr als 15 000 Beamten im Einsatz und sichern die Transportstrecke.

Die rot-grüne Bundesregierung hatte im vorigen Sommer im Atomkonsens mit der Stromwirtschaft auch die Wiederaufnahme der Castor-Transporte zugesagt. Die Rücknahme des Atommülls aus der Wiederaufbereitung deutscher Brennstäbe ist zudem zwischen Deutschland und Frankreich vereinbart. Pro Jahr sollen künftig zwei bis drei Transporte nach Gorleben folgen.

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