Castro fordert komplette Aufhebung des Embargos
Hunderttausende Kubaner fordern Ende von US-Embargo

Nach Behördenangaben zogen am Mittwoch mehr als eine Millionen Menschen etwa fünf Kilometer entlang der Küstenstraße und riefen "Nieder mit der Blockade" und "Lang lebe die Heimat".

ap HAVANNA. Hunderttausende Kubaner haben unter der Führung von Präsident Fidel Castro in Havanna gegen das US-Handelsembargo protestiert. Nach Behördenangaben zogen am Mittwoch mehr als eine Millionen Menschen etwa fünf Kilometer entlang der Küstenstraße und riefen "Nieder mit der Blockade" und "Lang lebe die Heimat". Eine Militärkapelle begleitete die Demonstranten und spielte Marschmusik. Castro, der kommenden Monat seinen 74. Geburtstag feiert, hielt während der Kundgebung keine Rede, am Abend forderte er aber die komplette Aufhebung des Embargos.

Eine Erleichterung der Sanktionen bedeute "überhaupt nichts", sagte Castro. Die Maßnahmen müssten vollständig aufgehoben werden. Dem Staatschef wurde am Abend von einer Organisation mittelamerikanischer Sozial- und Studentengruppen die Internationale Benito Juarez Medaille verliehen, die in der Vergangenheit die Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela und Rigoberta Menchu erhalten hatten.

Der US-Kongress hatte vergangene Woche die Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten an Kuba und vier weitere Staaten erlaubt. Das US-Embargo gegen Kuba gilt seit 1962.



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