Caterpillar Tagesgewinner
Wall Street ohne klare Richtungsvorgabe

Uneinheitlich tendierten gestern die Kurse an der US-amerikanischen Wall Street. Die wichtigsten Indizes drehten mehrfach ins Plus und ins Minus und beendeten den Handelstag ohne klare Richtungsvorgabe.

sfu/Bloomberg NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der dreißig größten Industriewerte lag kaum verändert bei 9 704 Punkten. Ähnlich notierte der weiter gefasste Standard & Poor?s-Index. Er hatte zunächst 0,5 % verloren, pendelte bis Börsenschluss aber wieder um seinen Vortagskurs. Nur die technologielastige Nasdaq verzeichnete mit minus 0,6 % leichte Verluste.

Investoren führen den unklaren Kursverlauf auf Gewinnmitnahmen zurück: "Wenn man sich die Tiefststände vom Freitag anschaut, dann hat der Dow Jones in weniger als zwei Tagen gut 450 Punkte gewonnen. Da verwundert ein leichter Rückgang nicht", erklärte Larry Wachtel, Marktstratege bei Prudential Securities. Negative Unternehmensmeldungen und der Konflikt in Israel drückten auf die Kurse, doch mehrten sich allmählich die Zeichen, dass die wirtschaftliche Talsohle durchschritten sei, sagte ein anderer Händler. Überraschend gut sind die jüngsten Zahlen zum Baubeginn privater Häuser in den USA ausgefallen. Sie lagen im Mai mit 11,6 % im Plus. Analysten waren lediglich von 2,9 % ausgegangen. Die US-Verbraucherpreise sind dagegen nach plus 0,5 % im Vormonat im Mai nicht gestiegen.

Baufirmen wie Toll Brothers und die Ryland Group konnten vom Aufwärtstrend profitieren. Auch die Aktien des Maschinenbau-Unternehmens Caterpillar notierten deutlich stärker und hielten sich mit plus 3,4 % an der Spitze des Dow.

General Electric stiegen. Der Mischkonzern hatte bekannt gegeben, eine neue Geschäftseinheit im Bereich der Stromerzeugung übernehmen zu wollen. Die Kauf von Euro-Diesel ist Teil einer umfassenden Wachstumsstrategie von General Electric, die darauf zielt, die Position des Konzerns vor allem in Europa zu verbessern.

Von schlechten Nachrichten gebeutelt war am Dienstag hingegen die Computerbranche. Die Großbank Morgan Stanley hat ihre Gewinnerwartung für IBM-Titel gesenkt - die Aktien des Hardware-Herstellers büßten rund 1,6 % ihres Vortagskurses ein. Intel verzeichneten starke Kursschwankungen. Der Softwarekonzern hatte in der vergangenen Woche eine Umsatzwarnung herausgegeben, konnte deutlichere Anfangsverluste zunächst wieder ausgleichen, verlor sein Plus aber zur Handelsmitte wieder und lag mit 2 % im Minus.

Negativ auf den gesamten Technologiesektor wirkte sich auch eine Gewinnwarnung des größten amerikanischen Elektronikhändlers Best Buy aus. Der Konzern gab bekannt, dass sein Ergebnis im kommenden Quartal unter den Erwartungen liegen werde. Bei Börsenschluss notierten Best Buy rund 8,5 % leichter, die Aktien seines Konkurrenten Circuit City Group verloren ebenfalls.

Ein schlechtes Quartalsergebnis drückte auch die Papiere des Investment-Instituts Lehman Brothers. Der Konzern verzeichnete einen deutlichen Gewinneinbruch. Dies ist das fünfte von sechs Quartalen mit einem schlechten Ergebnis; Lehman Brothers notierten zu Handelsbeginn fast 2 % leichter, erholten sich später allerdings wieder.

Quelle: Handelsblatt

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