Caterpillar und Eastman Kodak legen zu – Amazon verlieren stark
US-Börsen ohne klare Richtung

Widersprüchliche Wirtschaftsdaten haben den Anlegern am Donnerstag die Kauflaune verdorben. Während die Entwicklung am Arbeitsmarkt auf eine Erholung der US-Wirtschaft hindeutet, sind die Lagerbestände unerwartet gestiegen und haben Zweifel an einem eindeutigen Aufschwung genährt.

br NEW YORK. Die Aktienmärkte an der New Yorker Wall Street haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Als Grund nannten Marktteilnehmer die am Berichtstag veröffentlichten Konjunkturdaten, die ein gemischtes Bild abgaben. Zudem seien die Kurse trotz der massiven Verkäufe vom Vortag "nicht wirklich billig", so Rafael Tamargo von Wilmigton Trust. Der Dow-Jones-Index der 30 wichtigsten Industriewerte präsentierte sich zur Schlussglocke behauptet (+0,1 %). Der breiter gefasste S&P-500-Index zeigte sich nahezu unverändert. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index verlor nach gutem Start rund 0,4 %.

Vor Handelsauftakt waren Zahlen zur Entwicklung des US-Arbeitsmarkts und der Lagerbestände veröffentlicht worden. Demnach ist die Zahl der Erstanträge auf Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung in der Woche zum 9. März saisonbereinigt um 3 000 auf 377 000 gefallen. "Der Markt hat mit einem stärkeren Rückgang der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung gerechnet", kommentierte Peter Cardillo von Global Partner Securities. Die US-Lagerbestände waren im Januar um 0,2 % gegenüber dem Vormonat gestiegen. Volkswirte hatten mit einem Rückgang gerechnet. Die Entwicklung wurde von Experten unterschiedlich beurteilt: Während einige die hohen Lagerbestände als Zeichen schwacher Nachfrage interpretierten, vertraten andere die Ansicht, die Unternehmen würden sich für einen Anstieg der Nachfrage rüsten. Ebenfalls gestern hatte das US-Handelsministerium Zahlen zur Entwicklung der Leistungsbilanz veröffentlicht. Demnach verringerte sich das Defizit im vergangenen Jahr erstmals seit 1995 auf nun 417,43 Mrd. $. Zuvor hatte US-Notenbankchef Alan Greenspan eine Reduktion angemahnt.

Unter den Standardwerten stachen Eastman Kodak hervor (+5 %). Zum einen profitierte der Titel von einer Hochstufung, zum anderen bestätigte das Unternehmen seine optimistischen Prognosen. Zulegen konnten auch Caterpillar. Aktien des Baumaschinenherstellers verzeichneten ein Plus von über 3 %, nachdem das Brokerhaus A.G. Edwards die Papiere auf "Strong Buy" von "Hold" hochgestuft hatte. Die Aktie von General Electric (GE) gewann 1,2 %. Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, es habe eine Wandelanleihe im Wert von 11 Mrd. $ erfolgreich platziert. Bei den Technologietiteln waren Cisco gefragt, die rund 2 % gewannen. Auch Comverse und Amtel stützten den Markt. Für die Juniper Networks lief es weniger gut: Sie gaben mehr als 8 % ab. Ebenfalls abwärts ging es für High-Tech-Schwergewicht Sun Microsystems. Die Aktie büßte rund 3 % ein. Telekomtitel standen unter Druck: Wie schon am Vortrag litten Lucent Technologies unter massiven Verkäufen (-3 %). Die Aktien der Telefonunternehmen Worldcom, Sprint und Qwest mussten Verlusten hinnehmen. CSG Systems rutschten um mehr als 16 % ab. Auslöser waren Spekulationen, wonach AT&T Broadband einen Vertrag mit dem Unternehmen kündigen könnte. Handy-Hersteller Motorola verlor trotz eines positiven Ausblicks.

Aktien des Online-Händlers Amazon sanken um fast 9 %. Auslöser war ein Bericht, nach dem der mächtige Spielzeug-Händler Toys ?R? Us (-6 %) die Bedingungen eines zehn Jahre laufenden Kooperationsvertrages neu verhandeln möchte.

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