CD-Autoradios besonders gefragt
Nachfrage nach Multimedia im Auto steigt

Frankfurt/Main (ADX). Der Car-Audio-Markt war im abgelaufenen Jahr ein stabiles Geschäft. Nach Angaben der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) vom Donnerstag gaben die Bundesbürger hierfür rund 1,5 Mrd. Mark aus. Das entspricht in etwa dem Vorjahresergebnis. Der Löwenanteil entfällt dabei mit gut 840 Mill. Mark auf Autoradios, rund 350 Mill. Mark wurden für so genannte Paketlösungen von Radio und CD-Wechsler ausgegeben. Die Restsumme entfällt auf Lautsprecher und anderes Zubehör.

Die gfu schätzt den diesjährigen Autoradio-Absatz über den Handel auf gut 2,3 Mill. Stück. Gleichzeitig gingen rund 100 000 CD-Wechsler und gut 580 000 "Paketlösungen" über den Ladentisch. Der Dachverband hebt hervor, dass es sich bei diesen Zahlen ausschließlich um Verkäufe über den Fachhandel handelt. Die Erstausrüstung, bereits vom Fahrzeug-Hersteller eingebaut, schlägt in diesem Jahr mit zusätzlich 2,8 Mill. Geräten zu Buche.

Problemlose Konvergenz verschiedener Techniken

Als große Gewinner gelten im zu Ende gehenden Jahr CD-Autoradios. Ihr Anteil am Handelsgeschäft beträgt nahezu zwei Drittel des Gesamtabsatzes. MiniDisc-Spieler erobern sich hingegen das Auto nur langsam und müssen schon bald mit harter Konkurrenz durch MP3-Spieler rechnen.

Die Fortschritte der Mikroelektronik ermöglichen heute hochintegrierte Geräte und damit auch die problemlose Konvergenz verschiedener Techniken. Sie bieten sehr viel mehr als bloßen Musikgenuss. Dazu gehört nicht nur die Kombination von Radio plus Laufwerk - ob Cassette, CD, MD oder DVD -, sondern auch die Kombination mit dem Telefon (Radiophone). Diese Lösung garantiert sicheres Telefonieren im Auto dank Freisprechen, Freihören und Freiwählen mit Sprachsteuerung. Gefragt sind auch Kombinationen von Radio und Navigation, die so genannten Radio-Navigationssysteme in einem Gehäuse. Multimedia erobert sich zusehends auch das Auto.

Schnelle Entwicklung

Innovationen in der Unterhaltungselektronik eroberten in der Regel, so die gfu, zunächst die Wohnzimmer und dann das Auto. Das habe bereits mit dem ersten europäischen Autoradio angefangen, das 1932, also neun Jahre nach dem Start des Hörfunks in Deutschland, entwickelt wurde. 1958 fand der Plattenspieler seinen Weg ins Auto, acht Jahre nach Einführung der Kunststoff-Platte. 1968 wurde das erste Compactcassetten-Gerät eingebaut. Da betrug der Abstand zum Wohnzimmer nur noch fünf Jahre. Einen regelrechten "Schnellschuss" erlebte die Compact Disc, die 1983 fast zeitgleich mit ihrer generellen Einführung erstmalig ins Auto integriert wurde.

Allerdings ist der Weg übers Wohnzimmer nicht obligatorisch. Es gab auch auto-spezifische Entwicklungen. Auf der Funkausstellung 1993 wurde zum ersten Mal vorgeführt, wie sich das Autoradio zum kompletten Mediencenter wandelt. Vorgestellt wurde ein Gerät, das die Musik- und Informationssysteme mit einem videofähigen Bildschirm und einer Schnittstelle für den Anschluss von CD-Wechsler, Telefon, TV- und Videogerät sowie einem Navigationssystem verband. Damals gingen die Experten allerdings davon aus, dass die Zusatzgeräte an unterschiedlichen Plätzen im Auto untergebracht werden. Heute ermöglicht die fortschreitende Miniaturisierung die Unterbringung von Autoradio, CD-Spieler und Navigationssystem oder die Kombination von Autoradio und Telefon in einem einzigen Standardgehäuse. Und es ist bereits abzusehen, dass über das Autoradio in Kürze auch die Welt des Internets erschlossen wird. Auch DVD-Spieler gibt es bereits für den Car-HiFi-Genuss.

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