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CDU-Chefin Merkel bei deutschen Top-Managern im Imagetief

Die Führungskräfte der deutschen Wirtschaft beurteilen die Leistung der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel so schlecht wie noch nie seit ihrem Amtsantritt im Frühjahr 2000.

kin DÜSSELDORF. Von zusammen 63 Prozent der Top-Manager erhält Merkel für ihre Arbeit in den letzten Wochen die Bewertungen "schlecht" (47 %) oder "sehr schlecht" (16 %), ergab die repräsentative Befragung im Rahmen des Handelsblatt Business-Monitors im Mai. Das ist gegenüber April eine Zunahme von 22 Prozentpunkten.

Auf einer von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht) reichenden Notenskala erhält die CDU-Vorsitzende nur noch die Durch-schnittsnote 3,8. Im April 2000 hatte ihr die Wirtschaftselite noch die Note 2,5 gegeben. Nun bewerten auch ostdeutsche Manager die Leistung der Unionspolitikerin nur noch mit 3,6. Merkel steht damit im Meinungsbild der Wirtschaftselite fast so schlecht da wie der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU, Friedrich Merz, der - wie im April - ebenfalls die Note 3,8 erhält und dabei von zusammen 70 Prozent (+2 Punkte) mit "schlecht" oder "sehr schlecht" eingestuft wird.

Ein stabiles Bild bietet die Arbeit der Bundesregierung den deutschen Wirtschaftsführern. Wie schon seit Jahresbeginn kommt sie auch im Mai 2001 auf die Durchschnittsnote 3,3; die Mehrheit der Manager (54 %; +1 gegenüber April) urteilt mit "befriedigend", unverändert 37 Prozent äußern sich explizit kritisch, und etwa jeder Zehnte (9 %; -1) beurteilt das Wirken des Kabinetts mit "gut".

Nur wenig Schwankungen im Zeitverlauf weisen auch die Noten für den Bundeskanzler und ausgewählte Kabinettsmitglieder auf. Seit Februar 2001 erhalten "Spitzenreiter" Finanzminister Hans Eichel (Gesamtnote 2,9) und Kanzler Gerhard Schröder (3,0) nahezu die gleichen Gesamtbewertungen.

Im Auftrag des Handelsblatts führt das Psephos-Institut für Wahlforschung und Sozialwissenschaft Befragungen eines repräsentativen Panels von Führungskräften der Wirtschaft in Deutschland durch. Diese werden - mit Ausnahme der Sommerpause - monatlich durchgeführt. Im Rahmen des Business-Monitors im Mai wurden vom Psephos-Telefonstudio, Hamburg, 808 Führungskräfte in der Zeit vom 30. April bis 11. Mai 2001 mit einem standardisierten Fragebogen befragt. Auf Grund der Stichprobenanlage ist die Befragung repräsentativ.

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