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CDU: Der smarte Mittelständler Steffel

Spitzenkandidat Frank Steffel tritt nach dem finanziellen Fiasko der großen Koalition für die Berliner CDU ein schweres Erbe an.

BERLIN. Der erfolgreiche Reinikendorfer Unternehmer ist auf der politischen Bühne ein noch recht unbeschriebenes Blatt, und aus der Partei kommt nur wenig Rückenwind. Die Berliner CDU-Spitze um Eberhard Diepgen ist dezent abgetaucht, und die bundespolitische Prominenz lässt sich kaum im Wahlkampf blicken. Aller schlechten Rahmenbedingungen zum Trotz sieht Steffel es als "moralische Verpflichtung" an, sich "für meine Heimatstadt zu engagieren".

Für den erfolgverwöhnte Mittelständler steht im Wahlkampf neben dem aktuellen Dauerbrenner "Innere Sicherheit" vor allem die Wirtschaftspolitik im Vordergrund. Hier sieht er auch die Kernkompetenz seiner Partei.

"Ich will eine Reduzierung der Gewerbesteuer zum Beginn des nächsten Jahres", erklärt er. Eine komplette Abschaffung solle im darauffolgenden Jahr erfolgen. Zur Ankurbelung der Berliner Wirtschaft plant Steffel "Existenzgründungen zu unterstützen, die Wissenschaft angemessen zu fördern und den Tourismus auszubauen".

Ein Koalitionsangebot der SPD würde Steffel nicht kategorisch ausschlagen, denn seiner Meinung nach sollten die großen Volksparteien immer in der Lage sein, "die Aufgaben der Politik anzupacken". Ihn stimme es nachdenklich, dass "für die SPD heute schon feststeht, mit der PDS eine Koalition bilden zu können". Nach jüngsten Umfragen wird es für Steffel jedoch schwer, genau dies zu verhindern.

Jens Katemann

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