CDU fordert Rücktritt nach Bunte-Veröffentlichung
Offener Streit um Scharpings Liebesbeziehung

Über die Beziehung von Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping zu einer Frankfurter Unternehmerin wird jetzt offen politisch gestritten.

ap HAMBURG. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Paul Breuer forderte im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Welt" den Rücktritt des SPD-Politikers wegen der mitten im Mazedonien-Konflikt veröffentlichten Fotos über Scharpings Liebesglück im Urlaub auf Mallorca. Der Minister selbst wies die Vorwürfe in der "Bild"-Zeitung entschieden zurück und sprach vom Versuch einer Demontage.

"Jeder Mensch - Politiker sind da keine Ausnahme - darf seine Gefühle offen zeigen", sagte Scharping nach Angaben des Blattes. Gleichzeitig verwahrte er sich gegen die Veröffentlichungen und damit verbundenen Kommentare. "Mir gehts gut. Ich arbeite konzentriert und bin glücklich", sagte er weiter, "offenbar können das einige nicht vertragen". Scharping zitierte nach Angaben der Zeitung auch seine Freundin Kristina Gräfin Pilati mit den Worten: "Bei Selbstständigen wird geleistete Arbeit anerkannt; bei Politikern versuchen einige Medienvertreter, die Arbeit zu ignorieren und die Person zu demontieren."

Der CDU-Verteidigungsexperte Breuer sagte der "Welt": "Scharping muss seinen Hut nehmen." In einem ersten Schritt habe der Minister die "Unterfinanzierung der Bundeswehr kaschiert und bagatellisiert". Im zweiten Schritt habe er innerhalb der Nato auf jeden deutschen Einfluss bei der Ausgestaltung des Mazedonien-Einsatzes verzichtet und sei "abgetaucht". Nun, "wo es Ernst wird, plantscht Scharping im Urlaub mit der Gräfin". Damit sei er nicht nur räumlich "sehr weit entfernt von der Truppe", sagte Breuer. Bundeskanzler Gerhard Schröder müsse Scharping daher "aus dem Verkehr ziehen".

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