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CDU freut sich über gute Umfrageergebnisse

Der Wahlsieg der CDU in Sachsen-Anhalt bestätigt die guten Umfragewerte der Christdemokraten der vergangenen Monate.

dpa MAGDEBURG. Nachdem der CDU-Spendenskandal keine großen Schlagzeilen mehr liefert und das Tauziehen um die Kanzlerkandidatur entschieden ist, hofft die Union wieder an die guten Wahlergebnisse des Jahres 1999 anknüpfen zu können. Die Sozialdemokraten sind derzeit durch eine Finanzaffäre verunsichert. Die Wahl in Sachsen-Anhalt galt als letzter Test für eine Rückkehr an die Macht - mit CSU-Chef Edmund Stoiber als Kanzler.

Nach dem Machtverlust 1998 im Bund konnte die Union bis zum Jahresende 1999 einen Erfolg nach dem anderen verbuchen. Zuversicht gewann sie nach den Siegen in Hessen (plus 4,3 Prozent) und bei der Europawahl (plus 9,9). In Wiesbaden wurde Rot-Grün in die Opposition verwiesen. Weitere Erfolge verzeichnete die Union dann im Saarland (Machtwechsel nach einem Plus von 6,9 Prozent) und in Brandenburg (Regierungsbeteiligung mit 26,5 Prozent). Danach holte sie absolute Mehrheiten in Thüringen (51,0) und Sachsen (56,9).

Um die Jahreswende 1999/2000 geriet die lange Jahre von Helmut Kohl geführte CDU wegen schwarzer Kassen und anonymer Spenden in die schwerste Krise ihrer Geschichte, und die Wähler entzogen der Partei das Vertrauen. In Schleswig-Holstein verpasste die CDU im Februar 2000 den schon sicher geglaubten Sieg, drei Monate später trogen die Hoffnungen auch in Nordrhein-Westfalen. Die Berliner CDU, 1999 noch bei über 40 Prozent, stürzte im Oktober 2001 auf 23,7 Prozent ab und blieb - wie seit dem Bruch der großen Koalition ein halbes Jahr zuvor - in der Opposition.

Den letzten deutlichen Zuwachs (plus 3,5 Prozent) gab es für die Union im März 2001 in Baden-Württemberg. Als Erfolg trotz schwerer Verluste verbuchte die Hamburger CDU die Rückkehr an die Macht nach 44-jähriger Opposition.

Derzeit stellen die Unionsparteien in sieben Ländern den Ministerpräsidenten. In Bayern, Sachsen, dem Saarland und Thüringen regieren sie allein. In Baden-Württemberg, Hessen und Hamburg ist die FDP beteiligt, in der Hansestadt zusätzlich die konservative Schill- Partei. Als Juniorpartner der SPD regiert die CDU in großen Koalitionen in Bremen und Brandenburg mit. Nach dem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt regiert die CDU demnächst in acht Bundesländern, damit hat die Union eine Mehrheit im Bundesrat.

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