CDU kritisiert Schröders „Termin-Diktat“
TV-Duell droht zu platzen

Das Termingerangel für das geplante TV-Duell zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und seinem Herausforderer Edmund Stoiber geht weiter.

ap MAINZ. Stoibers Medienberater Michael Spreng warf Schröder am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin vor, er wolle die Duelle "eher platzen lassen". Die CDU werde sich "auf keinen Fall per Diktat" Termine vorschreiben lassen.

Schröder hatte Stoiber angeboten, am 2. und 20. September im Fernsehen gegeneinander anzutreten. Am 22. September wird der neue Bundestag gewählt. Spreng kritisierte, dass Schröders Regierungssprecher die angebotenen TV-Termine als "nicht verhandelbar" bezeichnet habe. "Wenn man so in Verhandlungen geht, braucht man gar keine Verhandlungen zu führen."

Wie Spreng sagte, ist Schröders Ziel "eine Sendung "Schröder fragt, Schröder antwortet', was ihm ohnehin am liebsten wäre". Am 25. April werde weiter mit Abgesandten des Kanzlers und den vier interessierten Fernsehanstalten verhandelt. Der CDU-Medienberater wies erneut darauf hin, dass die Union keinen TV-Termin kurz vor der Wahl wünscht. Spreng verwies auf die USA, wo das letzte Fernsehduell drei Wochen vor der Wahl stattfinde.

Über Trainingstermine für das TV-Duell wolle er nicht öffentlich reden, sagte Spreng. In den USA seien Trainings üblich; in Deutschland würden sie dagegen "als Schwäche ausgelegt, nicht als normale Professionalisierung".

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