CDU-Parteispitze ließ Stoiber-Kandidatur unkommentiert
Merz begrüßt Stoibers Kandidatur

Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) hat das Angebot der CSU-Landesgruppe in Kreuth, den CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber bei der nächsten Bundestagswahl als einen der Kanzlerkandidaten zu präsentieren, nach Angaben des "Tagesspiegels" begrüßt.

dpa BERLIN. "Die CSU hat damit Klarheit geschaffen. Jetzt ist die CDU am Zug", sagte Merz am Dienstag der in Berlin erscheinenden Zeitung.

Die CDU-Führungsspitze verzichtete zunächst auf eine Stellungnahme. Ein Sprecher verwies lediglich darauf, dass es einen eindeutigen Auftrag der Partei gebe, wonach die CDU-Vorsitzende Angela Merkel und Stoiber gemeinsam einen Vorschlag machen sollen, wer im September für die Union als Herausforderer von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) antreten soll.

Die CSU hatte die CDU am Dienstag gebeten, den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Stoiber zum gemeinsamen Kanzlerkandidaten der Union zu machen. Die CSU werbe um die Zustimmung der Schwesterpartei, Stoiber als Kanzlerkandidaten beider Parteien zu präsentieren, sagte CSU-Landesgruppenchef Michael Glos zur Halbzeit der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im oberbayerischen Wildbad Kreuth.

Der Grünen-Bundesgeschäftsführer Reinhard Bütikofer wertete die Äußerungen von Glos als "Kreuther Ultimatum". Es sei eine einzigartige Mischung "aus Anmaßung und Verstellung", ein Ultimatum als Bitte zu präsentieren.

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