CDU-Parteitag
Kohl ruft Union zu Kampfbereitschaft auf

Der Altkanzler forderte Geschlossenheit und kündigte an, dass er im Wahlkampf mitarbeiten werde.

dpa FRANKFURT/MAIN/BERLIN. Der frühere Bundeskanzler und CDU - Vorsitzende Helmut Kohl hat seine Partei zu Geschlossenheit und Kampfbereitschaft im Bundestagswahlkampf aufgerufen. "Es ist wichtig, dass wir gemeinsam um jede Stimme kämpfen", sagte Kohl am Montag in Frankfurt/Main bei seinem ersten Auftritt während eines CDU-Bundesparteitags seit drei Jahren. "Wir haben alle Chancen, wieder die Regierungsverantwortung zu übernehmen."

Kohl kündigte auch seine eigene Mitarbeit im Wahlkampf an. "Packen wir's an", rief er. Dort, wo er könne, werde er "mit bester Freude" auch selbst mitmachen, sagte er. Zuvor hatte er die SPD wegen der rot-roten Koalition in Berlin und ihrer früheren Haltung zur Wiedervereinigung scharf angegriffen. "Weite Teile der Linken wollten die Wiedervereinigung nicht und hatten sich mit der Teilung abgefunden."

Die knapp halbstündige Rede des früheren Vorsitzenden zur Europapolitik wurde von den rund tausend Delegierten mit eineinhalbminütigem Beifall aufgenommen. Die Spendenaffäre sprach Kohl mit keinem Wort an. Er habe in den 44 Jahren seiner parlamentarischen Arbeit einiges erreicht, sagte er. Dies sei aber nur mit Unterstützung von Partei und Freunden gelungen. "Ich bitte Euch, dieses Vertrauen auch der Vorsitzenden Angela Merkel und Edmund Stoiber zuteil werden zu lassen."

PDS-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch sieht Alt-Kanzler Helmut Kohl nach dessen Attacke auf die PDS "in den Schützengräben des Kalten Krieges versackt". Es sei sehr erstaunlich, dass Kohl von "Schande" und "Verrat" im Zusammenhang mit der rot-roten Koalition in Berlin spreche. "Auch in Berlin ist demokratisch gewählt worden", sagte Bartsch am Montag nach einer Vorstandssitzung seiner Partei.

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