CDU-Schwarzgeldaffäre
Entscheidung über Anklage gegen Kanther vermutlich Ende Mai

dpa-afx WIESBADEN. Über eine Anklageerhebung gegen den früheren Bundesinneminister Manfred Kanther (CDU) wegen der CDU-Schwarzgeldaffäre in Hessen will die Wiesbadener Staatsanwaltschaft bis Ende Mai entscheiden. Behördensprecher Dieter Arlet bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Die Welt". Er wollte sich aber nicht zu der Darstellung des Blattes äußern, Kanther und dem früheren hessischen CDU - Landesschatzmeister Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein drohe eine Anklage wegen Untreue.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit mehr als einem Jahr gegen Kanther, Wittgenstein, den ehemaligen CDU-Finanzberater Horst Weyrauch und weitere frühere Parteimitarbeiter. Sie sollen 1983 rund 20,8 Mill. DM Parteivermögen in die Schweiz verschoben und damit eine schwarze Kasse gebildet haben. Bereits im November war die Staatsanwaltschaft zu der vorläufigen Überzeugung gelangt, dies erfülle den Tatbestand der Untreue, weil das Vermögen der Kontrolle der Parteigremien entzogen worden sei.

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