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CDU-Spitze stärkt Merkel den Rücken

Trotz des schlechten Ergebnisses der Berliner Abgeordnetenhauswahlen wollen führende CDU-Politiker am Zeitplan für die Aufstellung der Kanzlerkandidatur der Union festhalten.

dpa BERLIN. Vor einer Sitzung des CDU-Präsidiums sagte der hessische Ministerpräsident Roland Koch am Montag, dass Berliner Ergebnis habe "keine Auswirkung auf die Kanzlerkandidatur und auf die Siegchancen der Union im nächsten Jahr". Das Berliner Resultat sei ein "regionales Ergebnis". Ähnlich äußerten sich auch die stellvertretenden Parteivorsitzenden Volker Rühe und Christian Wulf. Der sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf sah in dem Ergebnis vom Sonntag "keinen bundespolitischen Trend". Man dürfe in dieser Situation auch keinen Kanzlerkandidaten benennen. Dies sei sowieso zum jetzigen Zeitpunkt zu früh.

Alle Politiker nahmen ausdrücklich die CDU-Vorsitzende Angela Merkel in Schutz. Biedenkopf betonte, Merkel könne nun "wirklich nicht für die Berliner Situation verantwortlich gemacht werden". Auch Koch meinte, Merkel müsste für sich persönlich aus dem Ergebnis keine Rückschlüsse ziehen. Die Vorsitzende der Jungen Union, Hildegard Müller, sagte, dass Wahlergebnis sei auch damit zu erklären, dass man Erneuerungsprozesse nicht halbherzig angehen dürfe.

Die CDU-Spitzenpolitiker sahen auch keine tief greifenden Meinungsunterschiede mit der CSU. Müller sagte, sie gehe davon aus, dass auch die CSU wisse, dass es gute Argumente dafür gebe, den Kanzlerkandidaten erst zum vereinbarten Zeitpunkt im Frühjahr 2002 zu benennen. Erst am Wochenende war aus Bayern erneut Zweifel an den Zeitplan geäußert worden.

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