CDU-Spitze will Debatte um Kiep-Million beenden
Hausmann übernimmt Verantwortung für Pannen in Kiep-Affäre

Jetzt geht es um den guten Ruf von Parteichefin Angela Merkel. Die CDU möchte deshalb das Thema möglichst schnell vom Tisch haben. Merkel lehnt den Rücktritt des CDU-Geschäftsführers aber ab. Willi Hausmann: Der treue Weggefährte Merkels

rtr BERLIN. Die CDU-Spitze will die Debatte über den Umgang mit der Millionen-Überweisung des früheren Schatzmeisters Walther Leisler Kiep beenden und weitere Beschädigungen der Parteichefin Angela Merkel vermeiden. Mitglieder von Präsidium und Vorstand der Partei nahmen Merkel am Donnerstag vor Sitzungen der beiden Führungsgremien auch vor interner Kritik in Schutz. Fraktionschef Friedrich Merz sagte zu der Diskussion um die Kiep-Million: "Ich gehe davon aus, dass dieser Sachverhalt heute abschließend geklärt wird." Es gebe keine Führungskrise. Merkel sei eine gute Parteivorsitzende.

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch verneinte die Frage, ob Merkel beschädigt sei. Der thüringische Ministerpräsident Bernhard Vogel sagte, man solle aus einer Mücke keinen Elfanten machen. Fraktionsvize Wolfgang Bosbach sagte, er rede nur gut über die eigenen Leute und gehöre damit zu jenen, von denen es in der CDU vielleicht zu wenige gebe.

Merkel lehnt Rücktritt des CDU-Geschäftsführers aber ab

afp BERLIN. Der CDU-Bundesgeschäftsführer Willi Hausmann hat die persönliche Verantwortung für Pannen beim Umgang mit der Millionen-Zahlung des früheren Partei-Schatzmeisters Walther Leisler Kiep übernommen. Hausmann sagte am Donnerstag am Rande einer CDU-Vorstandssitzung in Berlin, er habe die «politische Brisanz» des Vorgangs nicht erkannt und Parteichefin Angela Merkel sowie Generalsekretär Laurenz Meyer deshalb unzureichend darüber unterrichtet. Hausmann bot nach eigenen Angaben Merkel seinen Rücktritt an. Dies wurde von der Parteichefin sowie dem Vorstand jedoch abgelehnt, wie Merkel selbst auf der selben Pressekonferenz sagte.

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