Ce Consumer verzeichnet über 6 % Kursplus
Nemax gibt nach - Chip-Broker legen zu

Auf Grund fehlender Impulse notiert der Neue Markt etwas schwächer. "Es fehlt derzeit einfach das Interesse der Anleger für das Segment", sagte ein Händler.

Im Blickpunkt des lustlosen Handels standen die Aktien der Chip-Broker, die deutlich zulegten. Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index gab bis zum frühen Nachmittag 0,33 Prozent nach auf 1 024 Punkte. Der Auswahlindex Nemax50 rutschte um 0,41 Prozent auf 1032 Zähler.

In den USA hatte die Technologiebörse Nasdaq am Vortag 0,37 Prozent auf 1866 Punkte zugelegt. Am Mittwochnachmittag notierte der Nasdaq-Future 13 Punkte schwächer und deutete damit eine leichtere Eröffnung an.

Aktien der Chip-Händler gefragt

Im Mittelpunkt des Marktgeschehens standen die Chip-Werte im Nemax50. Der Chiphändler Ce Consumer hatte am Morgen mit den Geschäftszahlen für 2001 die Analystenerwartungen beim Umsatz und Vorsteuerergebnis übertroffen. Die Titel stiegen daraufhin um 6,03 Prozent auf 7,74 Euro. "Die Zahlen haben rundum überzeugt", sagte ein Händler. Ebenfalls mehr als sechs Prozent fester tendierten die Anteilsscheine des Ce-Konkurrenten ACG, die bis zum frühen Nachmittag 6,06 Euro kosteten.

Die Papiere von D.Logistics stiegen um mehr als 13 Prozent auf 2,71 Euro. Der Logistikdienstleister will sich von margenschwachen zyklischen Geschäftsbereichen trennen. Ziel der neuen Firmenausrichtung solle eine Verschlankung der einzelnen Unternehmenssparten sein, teilte das Unternehmen mit.

Nach einem in den USA erhaltenen Patent für Verfahren zur Herstellung eines Impfstoffes gegen Gebärmutterhalskrebs stiegen die Aktien des Biotechnologie-Unternehmens Medigene um knapp sechs Prozent auf 19,80 Euro.

Die Software-Firma Netlife erwirtschaftete 2001 erstmals einen Konzerngewinn und erwartet 2002 eine deutliche Ertragssteigerung. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung um mehr als 15 Prozent auf 4,50 Euro.

Mobilcom tagt zum Streit mit France Telecom

Auf der Seite der Kursverlierer standen die Titel des Telekommunikationsunternehmens Mobilcom, die sich um 3,62 Prozent auf 12,77 Euro verbilligten. Zuvor war der Aufsichtsrat des Unternehmens zu einer Sitzung zusammengekommen, um über das UMTS-Mobilfunkgeschäft zu beraten.

Mobilcom-Finanzchef Thorsten Grenz sagte am Rande der Sitzung, dabei gehe es auch um die von France Telecom verlangte Untersuchung eines Aktiengeschäfts. Mit Ergebnissen der Beratungen werde frühestens am Nachmittag gerechnet. Mobilcom streitet mit seinem zweitgrößten Aktionär France Telecom über die Kosten für den Aufbau des UMTS-Netzes in Deutschland.

Unter Abgabedruck standen die Papiere von Splendid Medien, die um 22 Prozent auf 1,95 Euro fielen. Das Unternehmen hatte am Vorabend mitgeteilt, dass sich das Ergebnis für 2001 auf Grund eines Abschreibungsbedarfes in Millionenhöhe deutlich verschlechtern werde. "Der Abschreibungsbedarf war zu erwarten", sagte dazu ein Börsianer. "Die Liquiditätslage hat sich allerdings in kurzer Zeit dramatisch verschlechtert. Deswegen sind die Verluste auch gerechtfertigt."

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